25 Jahre Geschichtsverein: Fotos und Zeugnisse aus früherer Zeit im Bürgerhaus

Wildecker auf Spurensuche

Alte Fotos und Postkarten: Sie zeigen Ortsansichten, Häuser, Ansichten aus dem dörflichen Leben und der Landwirtschaft, aus Schule und Handwerk. Fotos: Vöckel

Obersuhl. Der Geschichtsverein Wildeck feierte Geburtstag: sein 25-jähriges Bestehen. Unter dem Motto „Wildeck und seine Ortsteile im Wandel der Zeit“ zeigte der Verein in einer Ausstellung im Bürgerhaus großformatige Bilder mit Aufnahmen aus der Geschichte der Dörfer an der ehemaligen Zonengrenze. Spurensuche war bei vielen Besuchern angesagt.

„Ich habe meine Patin auf einem Foto von 1943 gesehen“, freute sich eine Frau, die in Obersuhl aufgewachsen ist. Auch Bekleidung, Gerätschaften und Werkzeuge aus vergangenen Tagen wurden den Besuchern vorgestellt.

Heimatmuseum

Der Jubiläumsverein möchte diese Gegenstände den nachfolgenden Generationen erhalten. Dazu wurde bei der Schaueröffnung ein Heimatmuseum angeregt. Zu Ausstellungsstücken gehörte Toilettenpapier der Kriegs- und Nachkriegszeit: fein zugeschnitten in handlicher Größe und aufgereiht am Seil aus den Seiten der Tageszeitung.

Die Ausstellung hatten Renate Dörffel, Hans-Karl Gliem, Horst Schaub, Karl Schöppner, Hans Helmut Schweitzer und Karl Triebstein vorbereitet. Bei ihnen bedankte sich Vorsitzender Harald Weber.

„Aus über 600 Bildern haben wir die Exponate für die Fotoschau ausgesucht“, sagte Hans Helmut Schweitzer. Für alle habe der Platz bei der Ausstellung nicht gereicht.

Einen Rückblick über 25 Jahre Geschichtsverein Wildeck gab Weber. Höhepunkte in dieser Zeit waren die Herausgabe von Büchern und Bildbänden über Wildeck und das Leben an der Grenze sowie das Grenzmuseum und der Grenzlehrpfad.

Für 25 Jahre Treue ehrte der Vorsitzende den Wildecker Altbürgermeister Willi Müller, die erste Schriftführerin des Vereins, Gerda Walter, und mit Karl Triebstein einen eifrigen Mitarbeiter.

Kooperation mit Schule

Weber kündigte ferner an, eine Kooperation mit der Blumensteinschule in Obersuhl einzugehen. Mitgestaltet wurde die Feier von Fritz Schäfer. Sein Thema war das Ölkännchen („Wer gut schmiert, der gut fährt“), ein Beitrag aus dem Band Mundartgeschichten aus den Wildecker Land.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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