Wildecker sollen jährlich für Straßensanierung zahlen

Wildeck. Wie die Wildecker in Zukunft für die Sanierung ihrer Straßen zahlen müssen, entscheidet sich am Donnerstag. Die Gemeindevertreter sollen eine neue Satzung für wiederkehrende Straßenbeiträge verabschieden. Unklar ist aber noch die Höhe der Beiträge.

Die Zeit drängt: Sobald in Kürze der vierte Bauabschnitt der Eisenacher Straße in Obersuhl abgeschlossen ist, müssen sich die Wildecker erstmals an den Kosten der Straßensanierung beteiligen. Nach der seit Januar 2013 gültigen Satzung, die bisher noch nicht zum Einsatz gekommen ist, müssten die direkten Anwohner die Kosten allein übernehmen. Je nach Grundstücksgröße könnten mehrere Tausend Euro fällig werden.

Deshalb soll nun eine neue Satzung verabschiedet werden, nach der die Kosten für Straßensanierungen auf alle Einwohner umgelegt werden. Statt hoher Einmalkosten für direkt betroffene Anwohner müssen dann alle jedes Jahr einen niedrigen Beitrag zahlen. Dabei wird Wildeck in fünf Abrechnungsgebiete unterteilt, die den fünf Ortsteilen entsprechen. Den Straßenbeiträgen werden die erwarteten Sanierungskosten der kommenden fünf Jahre zugrunde gelegt. Jeder Eigentümer zahlt einen Anteil, der sich aus der Grundstücksgröße und der Art der Bebauung ergibt.

Was die Wildecker zu zahlen haben, steht aber noch nicht fest. Die Gemeinde muss noch Daten der Grundstückseigentümer erheben und die Bauprogramme der kommenden Jahre planen, heißt es im Antrag. Erst dann könne eine separate Satzung über die Beitragshöhe erlassen werden. Doch der für morgen erwartete Beschluss, der zum August in Kraft treten soll, schafft zumindest die Grundlage für wiederkehrende Beiträge.

Wildecker Modell

Davon unberührt bleibt das sogenannte Wildecker Modell. Das sorgt bisher und auch in Zukunft dafür, dass die Kosten für Kanalsanierungen über die Wasser- und Abwassergebühren auf alle Wildecker umgelegt werden. Damit abgegolten sind auch die Kosten für den etwa einen Meter breiten Fahrbahnstreifen über den Kanalleitungen. Für den Rest der Straße wurden die Wildecker bei Sanierungen bislang nicht zur Kasse gebeten. Das lässt die Kommunalaufsicht angesichts der hohen Wildecker Schulden nicht mehr zu, sodass separate Straßenbeiträge nötig wurden.

Von Marcus Janz

Die Gemeindevertretung Wildeck trifft sich am Donnerstag, 24. Juli, ab 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Bosserode.

Quelle: HNA

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