Wildecker Ferienspiele bieten auch im 30. Jahr ihres Bestehens viel Spaß

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Sie spürt sie alle auf: Rettungshündin Roona bewies, dass sie Menschen im Gelände finden kann. Das erklärt auf unserem Bild Patricia Haberzagl vom DRK den Kindern bei den Wildecker Ferienspielen.

Obersuhl. Lara, Dustin und Frederic haben sich unweit der Obersuhler Blumensteinschule hinter Heuballen versteckt und warten gespannt. Es dauert nicht lang, da kommt Riesenschnauzer Roona angerannt und bellt ohrenbetäubend laut. Zusammen mit fast 100 anderen nehmen die drei Kinder in dieser Woche an den Wildecker Ferienspielen teil.

Es sind Jubiläumsferienspiele: Zum 30. Mal finden sie statt.

Obersuhl. Lara, Dustin und Frederic haben sich unweit der Obersuhler Blumensteinschule hinter Heuballen versteckt und warten gespannt. Es dauert nicht lang, da kommt Riesenschnauzer Roona angerannt und bellt ohrenbetäubend laut. Zusammen mit fast 100 anderen nehmen die drei Kinder in dieser Woche an den Wildecker Ferienspielen teil. Es sind Jubiläumsferienspiele: Zum 30. Mal finden sie statt.

Riesenschnauzer Roona war die große Attraktion am Montag. Auf dem Programm stand der Besuch der Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbands. Während fast 20 Kinder von DRK-Hundeführerin Linda Messina lernen, dass Roona verschüttete Menschen finden kann, toben die übrigen auf dem Schulhof: Caroline und Carolina spielen Federball, Jana und Lisa-Marie erklimmen eine Klettersäule, ein Spielgerät voller Kinder dreht sich wild.

Veranstalter ist die Arbeiterwohlfahrt mit Unterstützung der Gemeinde Wildeck und der Schulsozialarbeit. Möglich macht die Ferienspiele das Engagement von 23 Jugendlichen, die ehrenamtlich die Kinder betreuen. Eine davon ist die 20-jährige Dorothee Steube, die dem achtjährigen Jannis gerade den Weg zur Toilette zeigt. Seit fünf Jahren ist sie Ferienspiel-Betreuerin und beginnt in Kürze eine Ausbildung zur Erzieherin. "Hier habe ich gemerkt, dass ich mit Kindern arbeiten möchte", sagt sie.

Mittags speisen die Kinder in der Schulkantine, am Nachmittag gibt es Kuchen, den Eltern gebacken haben. Die Eltern zahlen einen Beitrag von 40 Euro pro Kind. Auf dem Programm stehen Fahrten mit dem Zug ins Bebraer Kino, so wie gestern, ein Ausflug zum Edersee oder morgen der Besuch eines Indoor-Spielparks in Künzell.

Willi Oehls, zweiter Vorsitzender der Awo Wildeck, ist schon seit 20 Jahren dabei - auch ehrenamtlich, versteht sich. Die Ferienspiele, berichtet er, seien eingeführt worden, um Eltern bei der Ferienbetreuung zu entlasten. Mittlerweile, ergänzt Schulsozialarbeiter Jochen Berthel, hätten sie sich zum Selbstläufer entwickelt. Willi Oehls erinnert sich zurück: Das schönste Erlebnis, das sei in den 90er-Jahren der Besuch am Edersee zum Baden und Bootfahren mit 150 Kindern gewesen, darunter auch Gast-Kinder aus Tschernobyl.

Die zehnjährige Lara, die gerade von der Rettungshündin gefunden wurde, weiß genau, warum sie an den Ferienspielen teilnimmt: "Weil es Spaß macht."

Den runden Geburtstag feiern die Ferienspiel-Veranstalter am Freitag mit einem Fest auf dem Campingplatz. Los geht es mit Spielen, einem Luftballonwettbewerb und Musik um 16 Uhr. Ab 18.30 Uhr wird gegrillt, ab 20.30 Uhr findet ein Lagerfeuer statt.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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