Gemeindevorstand legt keinen Widerspruch ein

Wildeck will den Windpark

Wildeck. Auch Wildeck setzt jetzt auf die Windkraft: Die Gemeinde wird den städtebaulichen Vertrag mit der Bürgerwind Gaishecke GmbH Heringen schließen. Die Entscheidung der Gemeindevertretung von Ende April wird umgesetzt. Das hat der Gemeindevorstand entschieden.

Der Gemeindevorstand musste sich noch einmal mit dem Thema befassen, weil die Fraktion der Grünen schriftlich Einwände gegen den Beschluss des Parlaments erhoben hatte. Die Grünen hatten rechtliche Bedenken geäußert und unter anderem bemängelt, dass der Ortsbeirat Hönebach vor der Abstimmung im Parlament nicht gehört worden war. Widerspruch gegen einen Beschluss der Gemeindevertretung kann eine Fraktion nicht einlegen.

Der Gemeindevorstand entschied, keinen Widerspruch gegen den Beschluss einzulegen. „In der Frage, zu welchem Zeitpunkt der Ortsbeirat gehört werden muss, gibt es unterschiedliche rechtliche Auffassungen“, erklärte der Beigeordnete Steffen Sauer. Die Bürgerwind Gaishecke GmbH Heringen will an den gemeinsamen Grenzen von Heringen, Friedewald und Wildeck eine interkommunale Windparkanlage errichten. Flächen aller drei Kommunen sollen bebaut werden.

Das mit Abstand größte neue Windkraftgebiet im Landkreis umfasst eine Fläche von mehr als 733 Hektar. Auf dem Gebiet der Gemeinde Wildeck sind zwei Anlagen angedacht – südlich von Hönebach. Für Wildeck wären das die ersten Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet.

Details jetzt klären

Der Vertrag mit dem Investor legt die Grundlagen der Planungen fest. Die Details müssen jetzt geklärt werden. Jede Gemeinde stellt einen Bebauungsplan für ihren Bereich auf, der die Nutzung des Gebietes durch Windkraft festschreibt und auch die Zahl der Anlagen.

Insgesamt soll der Windpark aus mindestens zehn Anlagen mit einer Gesamthöhe von mindestens 190 Metern bestehen. Eigentümer der Flächen ist der Landesbetrieb Hessen-Forst. (dup)

Quelle: HNA

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