Anonymes Grabfeld auf Hönebacher Friedhof mithilfe von Spenden schön hergerichtet

Wieder mit Würde trauern

Liebevoll gestaltet: Das anonyme Grabfeld auf dem Hönebacher Friedhof ist wieder ansehnlich geworden. Ortsvorsteher Heinrich Meier und Helene Thenert freuen sich darüber. Foto: Dupont

Hönebach. Lange Zeit war es wenig ansehnlich und wurde nach Ansicht vieler Friedhofsbesucher der Würde des Ortes nicht gerecht – jetzt ist das Grabfeld für die anonymen Gräber auf dem Hönebacher Friedhof neu gestaltet worden.

Um dort Abhilfe zu schaffen, hatte die Jagdgenossenschaft Wildeck-Hönebach im Frühjahr beschlossen, dem Initiator der Aktion, Ortsvorsteher Heinrich Meier, 500 Euro für die Verschönerung des anonymen Urnenfeldes zur Verfügung zu stellen.

Ortsvorsteher Meier, tatkräftig unterstützt von Helene Thenert, sammelte weitere Spenden von Privatpersonen, Vereinen und Verbänden ein. „Insgesamt kamen 1700 Euro zusammen“, berichtete Meier.

Gedenkstein aufgestellt

Um das kleine Grabfeld auf dem Friedhof wieder ansehnlich zu gestalten, wurde dort ein Gedenkstein aufgestellt. Er stammt – natürlich mit dem Einverständnis der Angehörigen – von einem anderen Grab auf dem Friedhof, das vor Jahren abgeräumt worden war. Der Stein wurde abgeschliffen und mit einem Spruch versehen, in dem sich die Toten an die Lebenden wenden: „Was ihr seid, das waren wir, und was wir sind, das werdet ihr sein.“ Die Idee für den Spruch hatte die 90-jährige Katharina Eimer.

Gartenbaufirma half

Die Gartenbaufirma Renner aus Hönebach hat die Umsetzung der Neugestaltung des Grabfeldes weitgehend kostenfrei übernommen. Sie entfernte die alte, dürre Buchsbaumhecke, pflanzte eine neue, setzte den Gedenkstein und pflasterte den Bereich vor dem Stein mit schönem alten Pflaster. Außerdem spendete die Firma eine kleine Steinbank.

Die Resonanz auf die Neugestaltung des anonymen Grabfeldes war sehr positiv. „Alle freuen sich, dass das so schön geworden ist“, berichteten Ortsvorsteher Heinrich Meier und Helene Thenert.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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