Züge hatten wetterbedingt Verspätung – erneut keine Ansage für Reisende

Wieder ratlos in Bebra

Bebra. Der Ärger von Reisenden am Bahnhof Bebra reißt nicht ab: Am Donnerstag kam es am Morgen wetterbedingt zu erheblichen Verspätungen auf der Strecke Fulda-Kassel. Entsprechende Informationen – und das war zum Beispiel für HNA-Leser Carsten Gilga Anlass für einen wütenden Leserbrief – gab es in Bebra nicht.

Ein ähnliches Problem hatte es bereits am vergangenen Wochenende gegeben, als ein Zug an einem anderen Gleis eingefahren war als zuvor angezeigt. Der Cantus fuhr ab nach Fulda, etwa 60 Reisende bleiben an dem anderen Gleis stehen.

Dass in Bebra offenbar mehrfach Reisende nicht erfahren haben, dass sich ihr Zug verspätet oder an einem anderen Gleis abfährt, ist für die Pressesprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV), Sabine Herms, ein ebenso unerfreuliches wie langwieriges Thema: „Zuständig für die Fahrgast-Information ist die Bahn. Sie hat entsprechende Verträge mit Cantus. Aber auch wir als Verkehrsgesellschaft führen Gespräche mit der Bahn, um das Problem abzustellen.“ Der NVV habe natürlich großes Interesse daran, dass die Fahrgäste zufrieden sind.

Susanne von Weyhe, Pressesprecherin von Cantus, verweist ebenfalls auf die Bahn: Die zuständige, sogenannte 3S-Zentrale in Kassel sei über die Verspätungen am Donnerstag informiert gewesen. Sie hätte die Information an die Bahnhöfe weitergeben müssen. Allerdings habe es auch dort technische Probleme gegeben. Regeressansprüche könne Cantus nicht an die Bahn stellen, erklärte von Weyhe. In der Regel stehe und falle die Information der Fahrgäste mit dem Bahnmitarbeiter vor Ort. HNA-Leser Carsten Gilga ist mit dem nächsten IC nach Kassel gefahren.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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