Nentershäuser Feriendorf hat sich zu wichtigem Baustein im Tourismus entwickelt

Nentershäuser Feriendorf wichtiger Baustein im Tourismus

Ausgelassene Stimmung im Feriendorf: Auch in diesem Jahr wieder hat ein holländisches Unternehmen, das unter anderem christlich orientierte Familienreisen anbietet, das komplette Dorf für vier Wochen gebucht. Die Gruppe, die am Samstag abgereist ist, bringt eigene Animateure mit. Im nächsten Jahr will sie sogar für sechs Wochen wieder kommen.

Nentershausen. „Leon, erschieß uns grad’ mal nicht“, ruft Dieter Lehmann lächelnd dem kleinen Jungen zu, der im Nentershäuser Feriendorf mit seinem Bogen einen Pfeil auf einen Pappkarton abgefeuert hat.

Aus dem Wilhelmstal schallen die Rufe und das Lachen von Kindern hoch zum Feriendorf. Sie kicken oder spielen Volleyball.

Vor gut zweieinhalb Jahren haben Dieter und Elke Lehmann das Feriendorf gekauft. Mit viel Herzblut und enormem Einsatz sind sie heute da angekommen, wo sie hin wollten. Die 29 Häuser mit insgesamt 203 Betten sind renoviert. „Die zehn Häuser in der unteren Reihe sind etwas luxuriöser ausgestattet mit Mikrowelle und Fernseher“, erzählt Elke Lehmann. In allen Häusern gibt es jetzt einheitliches Geschirr.

Der vor allem für Gruppen sehr wichtige Gemeinschaftsraum mit Terrasse und Toiletten soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden. Im nächsten Jahr kommt noch ein Backhäuschen dazu. „Jetzt ist alles in Schuss, so wie es für ein Feriendorf sein sollte“, sagt Dieter Lehmann.

Zahlen sprechen für sich

Lehmann ist Schreinermeister und Restaurator, seine Frau Elke gelernte Bilanzbuchhalterin. Schon von ihren Berufen her das ideale Duo, um so ein Feriendorf erfolgreich zu führen.

Und es ist in der Tat eine Erfolgsgeschichte. Die Zahlen sprechen für sich: Als das Ehepaar das Dorf übernahm, war es in 15,5 Prozent der Zeit ausgelastet, 2010 in 27 Prozent und 2011 sogar in 47 Prozent der Zeit. 26 900 Übernachtungen waren es im vergangenen Jahr.

Das Feriendorf ist Mitglied in einem deutschen Verbund von Ferienanlagen, zu dem vor allem auch klassische Urlaubsregionen gehören wie die Ostsee. „In diesem Verbund liegt die Auslastung der Anlagen im Schnitt bei etwa 44 Prozent“, berichtet Dieter Lehmann.

Elf Mitarbeiter sind im Feriendorf auf 400-Euro-Basis als Reinigungskräfte beschäftigt. Die Verwaltung managt Elke Lehmann zusammen mit einer Festangestellten, die eine halbe Stelle hat.

Da haben alle etwas von

Die Entwicklung des Feriendorfes ist aber nicht nur eine Erfolgsgeschichte für das Betreiber-Duo, sondern für die ganze Gemeinde, für die Region: die Gastronomie, den Lebensmittelladen, das Freibad, die Werkstatt, die touristischen Attraktionen in der Umgebung. Da profitiert jeder von jedem.

„Auch die Tannenburg hat sich in den vergangenen Jahren toll gemacht“, findet Dieter Lehmann. „Unsere Gemeinde hat insgesamt viel Potenzial. Wir mit dem Feriendorf sind da nur ein Baustein.“

Einen Wunsch hat Dieter Lehmann allerdings noch: „Wenn wir in Nentershausen noch intensiver zusammenarbeiten würden, könnten wir unsere touristischen Schätze noch mehr zum Wohl der ganzen Region zum Strahlen bringen.“

Quelle: HNA

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