In der Nentershäuser Tannenburg wurde die renovierte Gartenterrasse wieder eröffnet

Wieder Bier auf der Burg

Bronzetafel für eine vorbildliche Sanierung der Burg Tannenberg: Dr. Hilka Steinbach von der Stiftung Denkmalschutz und Marc von Baumbach, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Tannenberg, vor der renovierten Biergartenterrasse. Fotos: Steinbach

Nentershausen. Mit einem Burgfest wurde am 1. Mai die renovierte Biergartenterrasse der Tannenburg in Nentershausen wieder eröffnet. Gefeiert wurde dabei auch der vorläufige Abschluss der aufwendigen Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Burganlage aus dem Jahr 1349.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) hatte die Mauerwerkssanierung der Außenmauer von Burg Tannenberg im Abschnitt zwischen der Zwingermauer und dem Burgtor mit 40 000 Euro unterstützt. Weitere 20 000 Euro wurden für die Mauerwerkssanierung am Rittersaal zur Verfügung gestellt. Ebenfalls 60 000 Euro kamen vom hessischen Landesamt für Denkmalpflege. „Wir haben insgesamt 120 000 Euro investiert“, sagt Marc von Baumbach, Nachfahre des Erbauers der Burg, Architekt und Vorsitzender des Vereins der Freunde des Tannenberg. Der gemeinnützige Verein ist auf der Grundlage eines Erbpachtvertrages 99 Jahre Eigentümer der Burg.

Dr. Hilka Steinbach, DSD-Ortskuratorin aus Bad Sooden-Allendorf, übergab eine Bronzetafel an den Vorsitzenden der Burgfreunde. Die Tafel mit der Inschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Mit dem Verein der Freunde bilden eine Gastronomie-Gesellschaft und der Verein „Lebendige Burg“ die drei Säulen der Zukunft der Burganlage, die auf einer Bergnase südlich des Dorfes Nentershausen 1349 von Ludwig von Baumbach erbaut wurde. Seit vielen Jahren engagieren sich die Aktiven für die Erhaltung des historischen Gemäuers und sorgen für ein gastronomisches Angebot und vielfältige Veranstaltungen. Das Wirtshaus hat derzeit mittwochs von 17 bis 22 Uhr und sonn- und feiertags von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Auch die Veranstaltungsgastronomie läuft gut, inzwischen gibt es nach Angaben von Stefan Ley, Burgvogt und Geschäftsführer der Gastronomie-Gesellschaft, sechs feste Arbeitsplätze und fünf Aushilfen.

Nächstes Vorhaben der Burgbesatzung ist der Ausbau eines Hochzeitsgemaches mit Schwiegermutter-Kammer, weil die Burg von Hochzeitspaaren gern für standesamtliche Trauungen und Hochzeitsfeiern genutzt wird. Weil viele Arbeiten in Eigenleistung und im ehrenamtlichen Engagament ausgeführt werden, wird der Ausbau aber noch annähernd zwei Jahre dauern, schätzt Ley.

www.tannenburg.de

Von Jörg Steinbach

Quelle: HNA

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