So wickelt man einen Adventskranz

Solz. Advent, Advent - morgen brennt das erste Lichtlein. Aber wie wickelt man eigentlich einen Adventskranz? Landfrau Ingrid Claus als Solz kennt sich mit diesem Thema bestens aus. In jedem Jahr produziert sie bis zu zehn Kränze, die sie an Freunde verschenkt, um ihnen eine Freude zu machen. Für unsere Leser gibt sie eine Anleitung, wie der Kranz gelingt.

1. Als Grundlage  für den Kranz eignet sich ein dünner Ast, am besten der eines Haselstrauchs. Der ist stabil und lässt sich gut biegen, ohne dass er bricht. Die Haselrute flicht man zu einem Kranz. Danach festigt man ihn mit einem Draht.

2 . Nun umwickelt man den Ast mit Heu, damit dieser weiter stabilisiert wird und man eine Grundlage für das Grünzeug hat. Der Kranz wird erneut gedrahtet. Wenn er schön rund ist, kann mit dem nächsten Schritt begonnen werden. Wenn nicht: Noch mal biegen und zurechtdrücken.

3. Als Nächstes wird der Strohkranz mit Grünzeug umwickelt. Verwendet werden können zum Beispiel Efeu, Ilex, Buchsbaum, Lebensbaum, Zuckerhutfichte und andere Koniferen, also Nadelhölzer. „Die halten den ganzen Winter über. Außerdem duften sie schön“, sagt Ingrid Claus. Sie finde die Koniferen in Gärten und frage dann die Anwohner, ob sie sich etwas davon mitnehmen darf. Die Ziersträucher werden an den Strohkranz gesteckt. Die Kunst besteht darin, sie dabei so übereinanderzustecken, dass man den Draht nicht sieht.

4. Das Schwierigste ist das Schließen des Kranzes. Man muss dabei darauf achten, die Äste so zu stecken, dass man nicht sieht, wo Anfang und Ende des Kranzes sind. Dann schließt man den Kranz mit einer Nadel.

5. Der fertige Kranz kann nach Belieben verziert und als Türkranz aufgehängt, oder mit Kerzen auf dem Tisch verwendet werden. Bei Kerzen ist die richtige Größe wichtig. Dicke eignen sich besser als längliche. Zu große Kerzen nehmen auf einem kleinen Kranz zu viel Raum ein. Lassen Sie also ruhig ein wenig Luft. Die Kerzen können entweder mit einer Nadel oder einem Kerzenhalter befestigt werden. Der Kerzenhalter sollte so groß sein, dass noch genügend Rand an der Unterseite bleibt, auf den das Wachs tropfen kann.

Ansonsten sind den Dekorationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Wer mag, kann den Kranz mit einer Schleife, Zimtstangen, getrockneten Orangenschalen oder Tannenzapfen verzieren.

Von Marc Hörcher

Quelle: HNA

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