In Baumbacher Kita werden 20 Kinder unter drei Jahren betreut

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Die jüngsten Weltentdecker: Oben auf der Rutsche sitzen die Zweijährigen, Finja Schneider und Ben Deppe, links daneben Leiterin Michaela Birnbaum mit Ben Aubel (zwei Jahre). Erzieherin Martina Möller hat den einjährigen Lenn Albrecht auf dem Schoß, und auf dem Auto sitzt Leon Israel (zwei Jahre).

Baumbach. In der Baumbacher Tagesstätte Weltentdecker werden ab August 20 Krippenkinder betreut. Für sie wurde der Kindergarten nun umgebaut. Die unter Dreijährigen haben dort zwei Gruppen- und einen Schlafraum.

Für die Betreuung der Jüngsten müssen die Erzieherinnen vor allem gut organisiert sein.

Zehn Uhr bei den Weltentdeckern in Baumbach: Finja sitzt mit Leon und den beiden Bens an einem kleinen Tisch in der Sonne. Mit ihrer Hand schiebt sich die Zweijährige eine halbe Kirsche in den Mund. Im Haus macht Lenn gerade ein Nickerchen. Er gehört mit gerade mal einem Jahr zu den Jüngsten in der Kindertagesstätte. Dort sind zurzeit 20 Krippenkinder unter drei Jahren unterwegs.

Während sich die Kindergartenkinder am höheren Nebentisch die Kirschen ganz in den Mund schieben und die Kerne wieder ausspucken, halbiert Erzieherin Martina Möller die Früchte für die Krippenkinder. Auch die Kerne kommen raus. „Das ist bei den Krippenkindern sicherer“, sagt Michaela Birnbaum. Sie leitet die Kindertagesstätten Alheim.

Die Betreuung von Kleinkindern bedarf einer guten Planung. „Damit uns beim Wickeln keiner durchhuscht, gibt es einen Wickelplan“, erklärt sie. Zehn unter Dreijährige werden von zwei Erzieherinnen betreut. Ab 11 Uhr kommt eine dritte und hilft beim Wickeln. Eine besondere Ausbildung für den Umgang mit den Krippenkindern gibt es nicht.

Mit Parkplatz für Schnuller

Ein Schnullerparkplatz über der Garderobe macht schon im Eingangsbereich klar: In der Baumbacher Kindertagesstätte ist alles auf die Jüngsten ausgelegt. Eine ganze Etage haben sie mittlerweile in Beschlag genommen. „Obwohl wir in einer ländlichen Gegend leben, ist der Bedarf an Krippenplätzen groß“, sagt Michaela Birnbaum. Oft seien die Großeltern selbst noch berufstätig.

Müttern, die nach der Geburt schnell zurück in die Arbeitswelt wollen, biete ein Krippenplatz die richtige Lösung. Das Kind einfach im Alter von einem Jahr abgeben geht allerdings nicht. „Die Kinder haben auch in dem Alter schon eine Bindung zu den Eltern aufgebaut“, sagt Michaela Birnbaum. Die erste Woche begleiten die Eltern ihren Nachwuchs deshalb in die Krippe. „Auch die Eltern müssen hier Fuß fassen“, sagt sie.

Kind gibt den Rhythmus vor

Neben dem Malen mit Fingerfarben und dem Ernten der im eigenen Garten angepflanzten Leckereien für das Frühstück gehört zu dem Tagesablauf der Krippenkinder auch ein Nickerchen. „Den Rhythmus dafür gibt das Kind selbst vor“, sagt Michaela Birnbaum. So macht der einjährige Lenn bereits gegen halb zehn sein erstes Nickerchen. Für die älteren Krippenkinder geht es nach dem Mittagessen in den Schlafraum.

Nach einer Stunde schleicht sich Erzieherin Martina Möller in das dunkle Schlafzimmer. Sanft streichelt sie dem noch schlafenden Lenn über die Wange. Der Einjährige blinzelt kurz. Dann geht für ihn der Alltag in der Kindertagesstätte Weltentdecker weiter. Mit den anderen tobt er nur wenige Minuten später über den Spielplatz hinterm Haus.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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