Sterkelshäuser Feuerwehr feierte 160-jähriges Bestehen

Zum großen Jubiläum waren auch sieben Feuerwehrkameraden der Partnerwehr aus dem sächsischen Cannewitz angereist: Ortswehrleiter Jens Eisermann (Sechster von links) gratulierte mit zwei Kästen Cannewitzer - sehr zur Freude von Martin Schran (Fünfter von links), Matthias Bieber, Thomas Möller vom Verein „Sterkelshausen - unser Dorf“, Kreisbeigeordneter Walter Schmidt, Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand, Bürgermeister Georg Lüdtke, Ortsvorsteher Bernd Mettelem, Wilfried Noll vom MGV Sterkelshausen und Klaus Giebl vom Schützenverein Adler Sterkelshausen (von links). Fotos: Apel

Sterkelshausen. Eigentlich war es ja ein „krummes“ Jubiläum, das am traditionellen Sterkelshäuser Festwochenende mit viel Nass von oben gefeiert wurde.

Aber auch bei den wegen der Jahrtausendfeier um zehn Jahre verschobenen Veranstaltungen anlässlich des jetzt 160-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr des 300-Einwohner-Dorfes wurde mehr als deutlich, welch unverzichtbarer und wertvoller Schatz die Feuerwehrleute für den Alheimer Ortsteil sind.

Das fing an am Samstagabend mit einem Löschangriff, der von den älteren Feuerwehrkameraden mit einer pferdebespannten Handdruckspritze aus dem Jahr 1878 vorgetragen wurde, und ging hin bis zu den Workshops am Sonntagvormittag, zu denen anlässlich des Gemeindefeuerwehrtages erstmals alle aktiven Blauröcke der Großgemeinde eingeladen waren.

Wie bremse ich richtig

Unter dem Motto „Feuerwehr für Feuerwehren“ konnte man Fortbildung und Spaß kombinieren und zum Beispiel als Maschinist eines Löschfahrzeuges erproben, welche Grenzen zu beachten sind, wenn man auf trockenen und nassen Flächen oder auf Splitt bremst.

In seiner Begrüßungsansprache ging Martin Schran, der Vorsitzende des Sterkelshäuser Feuerwehrvereins, der Frage nach, was die Mitgliedschaft in der Feuerwehr so anziehend macht. Es sei vor allen Dingen das gute Gefühl, anderen helfen zu können und gebraucht zu werden. Aber auch Bürgersinn und Solidarität habe immer eine große Rolle gespielt und „die älteste Bürgerinitiative Feuerwehr“ zu einer verlässlichen Institution gemacht. Auch für die Dorfgemeinschaft sei sie ein wichtiger Faktor. Ähnlich äußerte sich Wehrführer Matthias Bieber, der darüber hinaus die Arbeit des zurückgetretenen Vorsitzenden Frank Bachmann und die der Jugendwarte würdigte.

Bürgermeister Georg Lüdtke betonte, dass auf die Feuerwehr immer Verlass sei. Das bleibe auch in Zukunft so, wenn die Jugend den Weg zur Jugendfeuerwehr finde und nach entsprechender Ausbildung in die Einsatzabteilungen nachrücke. Als Zeichen des Dankes der gemeindlichen Gremien überreichte er Schran eine Urkunde und das obligatorische „Flachgeschenk“.

Festschrift zum Jubiläum

Für den Landkreis gratulierte Kreisbeigeordneter Walter Schmidt: „Vor der Weitsicht der Männer, die 1852 den Spritzenverband Niederellenbach-Oberellenbach-Sterkelshausen gegründet haben, muss man den Hut ziehen!“. Für den Ortsbeirat sprach Ortsvorsteher Bernd Mettelem. Er beglückwünschte die Wehr zur Erstellung der vierfarbigen Jubiläumsfestschrift.

Viele Glückwünsche

Weitere Gratulanten waren Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand, die Vertreter der örtlichen Vereine und der benachbarten Feuerwehren, Kreisfrauensprecherin Ilona Müller und Ortswehrleiter Jens Eisermann von der Partnerwehr aus Cannewitz bei Leipzig.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

Kommentare