300 ehemalige Eisenbahner trafen sich im Haus des Gastes zum Bunten Nachmittag

Wenn die Familie feiert

Geehrt wurden die ältesten Teilnehmer des BSW-Seniorennachmittags in Ronshausen: Unser Bild zeigt – vorne von links – Rosa Brehm, Hildegard Germeroth, Annemarie Ehmer, Karl Giese, Paul Soldan, Johannes Möller. Dahinter Vorsitzender Heinz Hartig und seine geehrten Vorstandskollegen Jürgen Kistler und Alfred Lorey sowie Kreisbeigeordneter Helmut Miska und Bürgermeister Markus Becker. Foto: Vöckel

Ronshausen. Es gibt sie noch: die große Eisenbahnerfamilie. 300 ehemalige Mitarbeiter der Bahn, ihre Ehegatten und Eisenbahnerwitwen, aber auch neue Mitglieder füllten den Saal im Haus des Gastes in Ronshausen beim Bunten Nachmittag der Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW).

Sie erlebten eine unterhaltsame Wiedersehensfeier mit Gesprächen, Liedern, Tanz und Musik. „Das gute Alte bewahren und sich stets dem Neuen zuwenden“ – Vorsitzender Heinz Hartig beschrieb mit diesen Worten des Dichters Theodor Fontane die Tätigkeit der Stiftung Bahn-Sozialwerk. Sie verbinde die Tradition einer über 100 Jahre alten solidarischen Selbsthilfeorganisation mit den Herausforderungen einer modernen Gesellschaft, in der es in allen sozialen Belangen spürbar kälter geworden sei.

Belastungen wiegen schwerer

Stress abbauen, mehr Zeit für die Familie und die soziale Gemeinschaft haben, sich aber auch mehr bewegen, sind nach den Worten von Hartig die wichtigsten Wünsche der Deutschen. Berufliche Anforderungen, gesundheitliche Sorgen und familiäre Probleme würden dem gegenüber stehen und schwerer wiegen als in früheren Jahren. Zeitdruck im Job, die Schwierigkeit, Beruf und Familie unter einem Hut zu bekommen, und oftmals auch finanzielle Sorgen würden insbesondere die 30- bis 45-Jährigen mächtig unter Strom setzen.

Diese ungesunde Entwicklung spürten auch die Mitarbeiter der BSW-Ortstelle Bebra. Sie würden helfen, wenn Eisenbahner unverschuldet in Not geraten, sich aber auch einsetzen für persönliche soziale Sicherheit, die Gesundheit und dem gemeinschaftlichen Zusammenhalt der Mitglieder, sagte Hartig. Der Ortsstelle gehören 1900 Mitglieder an.

Der BSW-Vorsitzende ehrte zwei Mitarbeiter der Ortsstelle Bebra: Kassierer Alfred Lorey für 25 Jahre und Schriftführer Jürgen Kistler für 20 Jahre Mitarbeit im Vorstand des Sozialwerks. Auch die ältesten Teilnehmer wurden ausgezeichnet: Johannes Möller (91 Jahre), Paul Soldan (91), Karl Giese (89), Hildegard Germeroth (88), Annemarie Ehmer (86) und Rosa Brehm (85). Mitgestaltet wurde der Seniorennachmittag von der Großenbacher Tanzgruppe Girlies, dem gemischten Chor der Liedertafel Gilfershausen, der Kindertanzgruppe Ute Balk und dem Eisenbahn-Blasorchester Bebra.

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Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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