Nur wenige im Landkreis wollen Wahlhelfer sein

Hersfeld-Rotenburg. Die Städte und Gemeinden im Landkreis haben zunehmend Probleme, Wahlhelfer zu finden. Die Suche nach Personal für die Wahllokale wird schwieriger.

Bei der Landratswahl am 15. März werden laut Kreiswahlleiter Dieter Scheer rund 1600 Helfer zum Ausgeben und Auszählen der Stimmzettel gebraucht.

Einen akuten Mangel gebe es zwar noch nicht; Helfer zu gewinnen, werde aber schwieriger. „Erschwerend kommt hinzu, dass bei fünf Kandidaten eine Stichwahl wahrscheinlich ist - und damit eventuell der Einsatz an zwei Wochenenden“, erklärt Scheer. Die Stadt Heringen ruft die Bevölkerung über ihr Mitteilungsblatt auf, sich als Wahlhelfer zu engagieren. Als weiteren Anreiz sei die Aufwandsentschädigung von 16 auf 30 Euro erhöht worden, berichtet der städtische Wahlleiter Kai Adam. Diese Strategie zeige bereits erste Erfolge.

„Wir haben einen festen Stamm an tapferen Wahlhelfern, auf die wir zurückgreifen können“, berichtet Bebras Ordnungsamtsleiter Friedhelm Eyert“. Allerdings werde es nicht leichter, neue Ehrenamtliche zu gewinnen. Dennoch setzt Eyert auf Freiwiligkeit.

„Wenn wir Bußgelder verhängen würden, wäre das der Tod für das Ehrenamt“, meint auch der Rotenburger Wahlleiter Helmut Hartmann. Unter anderem, weil die Zahl der Wahlbezirke um drei auf 15 reduziert wurde, gebe es bei der bevorstehenden Wahl kaum Probleme. Auch in Rotenburg greife man auf einen festen Helferstamm aus den Fraktionen, aber auch an Privatleuten zurück.

Zwei Drittel der 168 in Bad Hersfeld Eingesetzten sind laut Stadt-Sprecher Meik Ebert Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Aber auch 70 Bürger seien im Einsatz. Unter anderem, weil wegen des geringeren Aufwandes beim Auszählen pro Wahllokal nur sechs Helfer benötigt würden, habe man genügend Personal für die Landratswahl gewonnen.

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Quelle: HNA

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