Im Kreis schaffen immer mehr Hauptschüler ihren Abschluss

Nur wenige Jugendliche brechen die Schule ab

Hersfeld-Rotenburg. Immer mehr Hauptschüler im Landkreis schaffen ihren Schulabschluss. Wie eine aktuelle Studie der Caritas zeigt, sinkt die Anzahl der Schulabbrecher in Hersfeld-Rotenburg. Nur 4,5 Prozent der Siebtklässler verließen 2011 die Schule ohne Abschluss. Zwei Jahre zuvor waren es noch 6,9 Prozent.

Ein Grund für den Rückgang der Schulabbrecher-Quote ist aus Sicht von Anita Hofmann die Verknüpfung von Berufsberatung und Unterricht. „In diesem Bereich bemühen sich die Lehrkräfte seit Jahren verstärkt um die Hauptschüler“, sagt die Leiterin des Staatlichen Schulamts in Bebra. So werde an den Schulen im Landkreis ein großes Augenmerk auf den Bereich der Berufsorientierung gelegt. Praktika, Bewerbungstraining und Jobcoaches gehören an vielen Schulen dazu. An der Jakob-Grimm-Schule (JGS) in Rotenburg können Schüler ihren Hauptschulabschluss auch in einer SchuB-Klasse machen.

SchuB steht für Schule und Betrieb. Bei dieser Form der Hauptschule gehen die Jugendlichen drei Tage zur Schule und zwei Tage in den Betrieb. Es richtet sich vor allem an Schüler, deren Abschluss gefährdet ist. „Diese Schulform ist eine Chance für sie, ein berufliches Ziel zu finden“, sagt Heike Schütz, Leiterin des Hauptschulzweigs an der JGS.

Beim Kreisjobcenter waren für August 559 Frauen und Männer ohne Schulabschluss arbeitslos gemeldet. „Menschen ohne Abschluss sind überproportional stark von Arbeitslosigkeit betroffen“, sagt Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Für sie kommen in der Regel nur Helferstellen in Betracht, die zudem häufig schlecht bezahlt seien. „Mit einem Hauptschulabschluss stehen den Absolventen zahlreiche Ausbildungsberufe im Handwerk, Gewerbe, Gesundheitswesen und in der Industrie offen“, sagt Anita Hofmann. Zum Tage, Hintergrund

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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