Zu wenig Soldaten: Kein Zapfenstreich in Rotenburg

Rotenburg. Seit 50 Jahren ist Rotenburg Garnisonstadt. Das wollte die Bundeswehr eigentlich mit einem Großen Zapfenstreich feiern, dem höchsten militärischen Zeremoniell der Streitkräfte. Doch daraus wird nichts.

Weil es in Rotenburg dafür nicht mehr genug Soldaten gibt, soll am Abend des 12. Mai ein Empfang im Rathaus mit anschließender Serenade ab 21.30 Uhr auf dem Marktplatz an das Jubiläum erinnern.

Den Großen Zapfenstreich mit festgelegtem, personalaufwendigem Protokoll „können wir nicht erfüllen“, sagt Major Björn Seitner, stellvertretender Kommandeur des in der Rotenburger Alheimer-Kaserne stationierten Führungsunterstützungsbataillons 286. Der bereits vor über einem Jahr noch vor der Entscheidung zur Schließung der Kaserne angemeldete Zapfenstreich wurde deshalb abgesagt.

Wegen der bevorstehenden Schließung ist das Personal bereits ohnehin ausgedünnt. Jetzt sind weitere Einsätze hinzugekommen. Die Rotenburger Fernmelder sind derzeit mit 40 Soldaten in Afghanistan, zudem läuft bereits die Vorbereitung für weitere Einsätze am Hindukusch. Zusätzlich müsse jetzt auch noch eine multinationale große Nato-Übung in Wildflecken unterstützt werden, sagt Seitner. Die Serenade mit dem Heeresmusikkorps 2 und Fackelträgern sei aber ein würdiger Ersatz. (ach)

Quelle: HNA

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