Zu wenig Platz für Schlachttiere - Polizei kontrollierte Tiertransporte

Kirchheim. Beamte der Verkehrsdirektion im Polizeipräsidium Osthessen kontrollierten in dieser Woche erneut Tiertransporte und stellten wieder mehrere tierschutz- und verkehrsrechtliche Verstöße fest.

Auf der Autobahn 7 bei Kirchheim fiel ein Tiertransport-Lastzug auf, bei dessen Anhänger die vorgeschriebene Fahrzeughöhe erkennbar überschritten war. Der Transport war am Morgen in Homberg/Efze mit 30 ausgewachsenen Milchkühen und Bullen sowie mit zwei Kälbern beladen worden, die zur Schlachtung nach Hünfeld gebracht werden sollten.

Bei der anschließenden Messung stellte sich heraus, dass der Anhänger anstatt der erlaubten 4,00 Meter, eine Höhe von 4,29 Metern aufwies. Trotz der Höhenüberschreitung reichte der Platz für die Tiere nicht aus. Sie berührten mit ihren Rücken fast die inneren Laderaumdecken des Anhängers. Aus Gründen des Tierschutzes ist ein Freiraum von 20 Zentimetern zwischen dem höchsten Punkt der Rückenlinie des größten Tieres und der jeweiligen Laderaumdecke vorgeschrieben, erläutert ein Sprecher der Polizei.

Die von der Polizei verständigten Amtsveterinäre bestätigten die fehlende Rückenfreiheit und verhängten gegen Fahrer und Halter gemeinsam ein Bußgeld in Höhe eines dreistelligen Euro-Betrages. Wegen der Höhenüberschreitung durfte der Transporter jedoch nicht weiterfahren, sondern wurde durch die Polizei von der Autobahn herunter auf einen nahegelegenen Parkplatz an der B62 bei Niederaula begleitet. Hier wurde der Anhänger unter Aufsicht abgestellt. Der Lkw selbst fuhr zunächst zum Entladen nach Hünfeld, kehrte dann nach Niederaula zurück und nahm Tiere des Anhängers auf.

Die Amtsveterinäre kündigten an, die Schlachtkörper der Tiere auf transportbedingte Verletzungen im Rückenbereich hin zu begutachten. Das Ergebnis dieser Untersuchungen wird nach Auskunft der Veterinäre Einfluss auf die Höhe des letztendlich festzusetzenden Bußgeldes haben.

Insgesamt kontrollierten an diesem Tag elf Beamte zehn Transporter und entdeckten weitere Verstöße. (red/zac).

Quelle: HNA

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