Hannelore und Georg König übernehmen die Pflege

Weiterode hat seit 30 Jahren einen eigenen Kräutergarten

Im Kräutergarten Weiterode: Noch blüht es, aber die Winterruhe steht bevor. Das Foto zeigt (von links) Werner Herwig, Hannelore König und Georg König. Fotos: Koch

Weiterode. Der Weiteröder Kräutergarten oberhalb der Burgrainhütte umfasst mehr als siebzig Pflanzen und verschiedene Sorten von Duft-, Heil- und Küchenkräutern. Er besteht seit 30 Jahren.

Der 250 Quadratmeter große Kräutergarten wurde vom Heimatverein Weiterode nach Art eines Klostergartens mit Kreuzgängen und einem Ziehbrunnen in der Mitte angelegt. Eine lange Hainbuchhecke schützt die Pflanzen vor dem kalten Ostwind.

„Beim Anlegen mussten gewisse Regeln und Gesetzmäßigkeiten befolgt werden“, erklärt Werner Herwig, 2. Vorsitzender des Heimatvereins Weiterode, der auch zahlreiche Führungen im Kräutergarten gibt. „So stehen zum Beispiel wegen des Schattenwurfs die hohen Sträucher im Norden und die kleinen im Süden.“

Dass alles so schön aussieht und so gut gedeiht, dafür sorgen Hannelore und Georg König aus Weiterode. Beide sind über siebzig, aber die Gartenarbeit geht ihnen immer noch leicht von der Hand. „Wir haben zu Hause selbst einen großen Garten, sind diese Arbeit also gewöhnt“, erklärt Hannelore König.

Bis vor rund drei Jahren war die Gruppe der Helfer noch größer. Aber aufgrund zunehmenden Alters musste einer nach dem anderen die Mithilfe aufgeben. Seitdem sind Königs allein für den Garten zuständig. „Wir machen das gern“, versichert Georg König.

Die Arbeit im Kräutergarten beginnt Ende April beziehungsweise Anfang Mai, je nach Wetterlage. Dann wird ausgesät. Danach beginnt die Arbeit des Hackens und Unkrautjätens. „Im Hochsommer ist dann ein bisschen Ruhe, außer dass natürlich gegossen werden muss“, berichtet Georg König. Im Spätsommer werden Zwiebeln, Peperoni und Paprika geerntet.

Bunte Vielfalt: im Kräutergarten von Weiterode.

„Alles andere bleibt stehen“, informiert Werner Herwig. Denn es handelt sich beim Kräutergarten vor allem um einen Schaugarten. „Wir möchten den Besuchern zeigen, wie sich der Samen der Pflanzen bildet und wie er aussieht.“

Im Herbst werden die Gewürzstauden zurückgeschnitten. Einjährige Pflanzen werden entfernt. Dann wird umgegraben.

Im Oktober beginnt im Kräutergarten die Winterruhe. „Uns macht die Arbeit großen Spaß“, so Hannelore und Georg König. Sicher, manchmal sei es etwas viel und man gehe auch schon mal mit Rückenschmerzen nach Hause.

Dank und Anerkennung wird dem Ehepaar König auch vonseiten des Heimatvereins entgegengebracht. „Wir wüssten nicht, was wir ohne sie machen sollten“, bringt es Werner Herwig auf den Punkt.

Denn schließlich kommen noch immer zahlreiche Besucher zum Kräutergarten. „Manche Städter kennen die Kräuter ja nur noch getrocknet aus dem Supermarkt“, sagt Werner Herwig. „Viele sehen hier zum ersten Mal, wie die Kräuterstaude in der Natur aussieht.“

Von Alexandra Koch

Quelle: HNA

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