Künftig nur noch montags im Rathaus – freiwillige Leistung der Stadt

Weiter Service für Rentner

Helma Koch

Bebra. Ab dem kommenden Jahr ist montags Rentnertag im Bebraer Rathaus. Am ersten Werktag der Woche unterstützt eine Mitarbeiterin angehende Rentner bei der elektronischen Antragstellung und beantwortet Fragen zum Antragsverfahren.

Bisher standen im Verwaltungszentrum der Eisenbahnerstadt zwei Kräfte für diese Tätigkeit zur Verfügung. Nach dem Ausscheiden einer Mitarbeiterin bleibt diese Stelle unbesetzt.

„Streng genommen gehen uns als Kommune diese Arbeiten gar nichts an“, erklärt Bebras Bürgermeister Horst Groß in einer Pressemitteilung. Dies sei Aufgabe der Versicherungsträger, aber nicht der Kommune. Als sogenannte freiwillige Leistung habe die Stadt diesen Beratungsservice bisher gerne angeboten.

„Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung werden wir aber von der Kommunalaufsicht mehr als nur angehalten, Leistungen, die nicht zum originären Aufgabenbereich einer Kommune gehören, komplett zurückzufahren“, erläutert Groß.

Aus diesem Grund dürfe die vakante Stelle auch nicht mehr besetzt werden, ergänzt Ralf Orth, Leiter des Haupt- und Personalamtes im Bebraer Rathaus. Orth und Groß wollen aber die ratsuchende, mehrheitlich ältere Kundschaft nicht gänzlich im Regen stehen lassen. Deshalb wird Helma Koch als künftig einzige Sachbearbeiterin ihre Arbeitskraft montags nur für angehende Rentner einsetzen. Für das kommende Jahr müssen rechtzeitig Termine abgesprochen werden.

In Bebra bedauert man, dass die Deutsche Rentenversicherung sich weigere, in Bebra ähnlich wie im Rotenburger Rathaus und im Landratsamt in Bad Hersfeld Beratungstermine anzubieten. Auf zwei entsprechende Anschreiben aus der Biberstadt sei bisher keine Antwort eingegangen. (ank)

Quelle: HNA

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