Abstimmung zwischen Zügen und Bussen hakt

NVV: Die Bahn hat sich im Fahrplan verrechnet

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Derzeit zwischen Bebra und Beiseförth nicht unterwegs: der Cantus.

Hersfeld-Rotenburg. Noch nicht ausgestanden sind die Probleme mit dem Schienenersatzverkehr zwischen Bebra und Beiseförth – unsere Zeitung berichtete.

So sei am Dienstagfrüh der Bus aus Richtung Beiseförth pünktlich in Bebra angekommen. Dort habe aber kein Cantus abfahrbereit gewartet, berichtet ein Fahrgast, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Schließlich habe sich herumgesprochen, ein Zug stehe an Gleis 10. Doch die Fahrgäste seien, als sie diesen bestiegen hätten, per Durchsage aufgefordert worden, ihn zu verlassen. Den wütenden Pendlern habe der Zugführer zunächst gesagt, der Zug fahre in eine andere Richtung; später habe es geheißen, er fahre bis Bad Hersfeld. Erst gegen 8.30 Uhr – 75 Minuten nach Ankunft der Fahrgäste am Bahnhof – habe ein anderer Zugführer den Cantus in Richtung Fulda in Bewegung gesetzt.

Auch Bernd Lukatsch hatte Probleme, als er gestern früh mit dem Cantus nach Eisenach wollte. Der Rotenburger ist auf einen Rollator angewiesen, den er nicht durch die Vordertür ins Businnere bugsieren kann. Die Verständigung mit dem Busfahrer sei äußerst schwierig gewesen: „Der sprach fast kein Wort Deustch“, sagt Lukatsch.

Der Bus habe überdies soviel Verspätung gehabt, dass Lukatsch in Bebra eineinhalb Stunden auf den nächsten Cantus nach Eisenach habe warten müssen.

Sabine Herms, Pressesprecherin des NVV, kann die Verärgerung der Fahrgäste absolut nachvollziehen. Wurzel allen Übels ist ihrer Aussage nach ein Berechnungsfehler der Deutschen Bahn. „Dort hat man sich vor zwei Jahren schlicht verrechnet, als es darum ging, einen Fahrplan für den Schienenersatzverkehr zu erstellen.“ Das habe die Bahn auch mittlerweile zugegeben. Der Fahrplan soll so angepasst werden, dass die Abstimmung besser funktioniert. Herms: „Wir versuchen, den Betrieb für die Fahrgäste wenigstens erträglich zu gestalten.“

Was die Sprachprobleme der Busfahrer betreffe, so habe der NVV sich bereits mit dem Busunternehmen in Verbindung gesetzt, das den Ersatzverkehr leistet. Herms: „Es geht nicht, dass sich Fahrgäste nicht mit dem Fahrer verständigen können.“

Von Rainer Henkel

Quelle: HNA

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