Gemeinsam für die Gäste

Nach Austritten: Verein Erlebnisregion mittleres Fuldatal macht weiter

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Touristisches Kleinod: Auch der Breitenbacher See, der am Radweg R 1 liegt, gehört zu den Orten, die viele Gäste ins Fuldatal locken. Der Tourismusverein will diese Perlen weiter vermarkten.

Rotenburg. Der Tourismusverein „Erlebnisregion mittleres Fuldatal“ wird auch nach dem Austritt der sieben Mitgliedskommunen aus dem Schwalm-Eder-Kreis weiterarbeiten. Möglich sei auch eine Erweiterung des Vereins auf Nachbarkommunen im Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Das teilte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald mit. Er ist Vorsitzender des Vereins.

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Die Städte Felsberg, Melsungen und Spangenberg sowie die Gemeinden Guxhagen, Körle, Malsfeld und Morschen wollen den Tourismusverein bekanntlich verlassen. Verblieben sind Rotenburg, Bebra, Alheim und Ronshausen sowie eine Reihe von privatwirtschaftlichen Mitgliedern. Sie gehören zum Teil auch den Kommunen an, die ihren Austritt zum Jahresende verkündet haben. Dazu gehört zum Beispiel das Hotel Kloster Haydau in Morschen. Dort soll am Dienstag, 29. Juli, ab 14 Uhr eine Informationsveranstaltung für aktuelle, ehemalige sowie künftige Mitglieder stattfinden.

Willkommen seien auch Stadtverordnete und Gemeindevertreter aus allen elf bisherigen Mitgliedskommunen, erklärte Grunwald. Aus einigen dieser Kommunen des Schwalm-Eder-Kreises habe nicht ein einziger Mitgliedbetrieb gekündigt. Für Grunwald ist dieses unterschiedliche Agieren von Politikern und Unternehmern ein Zeichen für ein offenbar bestehendes Kommunikationsdefizit im Nachbarkreis. „Letztlich vermarkten wir in erster Linie die touristischen Betriebe unserer Kommunen. Da ist es schon verwunderlich, wie wenig diese Gewerbebetriebe offenbar in die Austrittsentscheidungen ihrer Städte und Gemeinden einbezogen waren“, sagte Grunwald. Es könne nicht im Sinne der jeweiligen kommunalen Interessen sein, funktionierende Strukturen des Regionalmarketing zu zerschlagen und dabei heimische Wirtschaftsbetriebe „ratlos, verärgert und ohne konkrete Information über die Zukunftsplanung zurückzulassen“, erklärte er.

Der Vorstand des Tourismusvereins hat sich in seiner jüngsten Zusammenkunft dafür ausgesprochen, diese Mitgliedsbetriebe aus künftigen Nicht-Mitgliedskommunen auch weiterhin angemessen zu vermarkten. Außerdem soll die Tür für die Kommunen, die ausgetreten sind, weiterhin offen bleiben. Allerdings müsste der Rücktritt von der Kündigung bis spätestens Ende des dritten Quartals gemeldet werden, da der Vorlauf für die Produktion der Werbung und der Planung von Veranstaltungen keinen längeren Aufschub zulasse. (sis)

Quelle: HNA

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