Zwischenbilanz des Einzelhandels fällt verhalten aus

Weihnachtsgeschäft im Landkreis: Noch Luft nach oben

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Hersfeld-Rotenburg. Die Zwischenbilanz des Einzelhandels für das Weihnachtsgeschäft im Landkreis Hersfeld-Rotenburg fällt verhalten aus.

„Angesichts der guten Konjunktur müsste es deutliche Zuwächse geben. Doch wir müssen zufrieden sein, wenn wir die Vorjahreszahlen erreichen“, sagt Martin Knauff aus Bad Hersfeld, neu gewählter Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Hessen-Nord.

„Der Einkaufszettel wird kürzer“, gibt Knauff zu bedenken, weil die Menschen seltener in die Stadt kämen. Stattdessen würde online bestellt. „Das bedeutet für die Innenstädte einen Frequenzverlust“, sagt Knauff und fügt hinzu: „Der Wettbewerb mit dem Internet wird zunehmend spürbar“

Als Gegenmittel sieht er Aktivitäten mit „Eventcharakter“. Dort, wo den Kunden etwas geboten würde, stimme auch der Zuspruch. Denn, so Knauff: „Die Konsumneigung ist gut“.

„Für uns haben wir die Welt neu erfunden“, sagt Stefan Knoche von der Stadtentwicklung Bebra, denn das neue Einkaufszentrum „das be!“ hat an den Adventssamstagen bis 18 Uhr geöffnet. Bisher waren die Läden in der Eisenbahnerstadt samstags schon mittags dicht. „Das wird auch angenommen“, berichtet Knoche von guter Frequenz und „beschwingten Händlern“. Mit Aktionen wie Waffelbacken oder Glühweinverkauf ist das Stadtmarketing mit von der Partie.

Sabine Schmidt vom Stadtmarketing Bad Hersfeld äußerte sich verhalten positiv: „Ich denke, das Geschäft ist okay. In der Stadt sind viele Leute unterwegs, auch die Händler auf unserem Weihnachtsmarkt sind zufrieden.“

Kerstin Bier, Vorsitzende der Vereinigung Handel, Handwerk & Gewerbe in Rotenburg, hatte nach einem Urlaub noch keinen Überblick. Mit den Zahlen ihres Modehauses war sie jedoch „sehr zufrieden“.

Von Karl Schönholtz

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Quelle: HNA

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