An Weihnachten soll keiner allein sein

Hersfeld-Rotenburg. Zum Fest der Liebe und der Familie muss keiner allein bleiben. Vor allem die Kirchen oder ihr nahestehende Organisationen laden einsame Menschen zum gemeinsamen Feiern ein.

In Bad Hersfeld und in Bebra gibt es zum Beispiel Angebote der „Hersfelder Weihnachtsfamilie“ beziehungsweise der „Begegnungsstätte der Herzen“.

Andere Einrichtungen wie die Anlaufstelle für Wohnungslose, die Bahnhofsmission in Bad Hersfeld oder die Tafeln kümmern sich ebenfalls um einsame und bedürftige Menschen, haben aber an den Feiertagen selbst nicht geöffnet.

Täglich etwa 55 Gespräche führt die Telefonseelsorge mit Sitz in Fulda, auf die Jutta Preiß-Völker vom Zweckverband für Diakonie hinweist. Heiligabend und an den Weihnachtstagen sind es zwar nicht mehr Anrufe als üblich, aber die Gespräche hätten eine besondere Tiefe, sagt die Leiterin, Pfarrerin Dagmar Ehrhardt. Die Suche nach dem Sinn spiele eine besondere Rolle, aber auch Streit und Krisen werden sichtbarer. Manche Menschen hätten auch Angst vor Heiligabend.

Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr mit einem ehrenamtlichen Mitarbeiter besetzt und erreichbar über die kostenfreien Telefonnummern 0800-111-0-111 oder 0800-111-0-222.

Zum zweiten Mal lädt die Stadt- und Johanneskirchengemeinde Heiligabend ab 17 Uhr in das Martin Luther Haus am Kirchplatz zur Bad Hersfelder Weihnachtsfamilie ein. „Die Türen stehen offen, und wir freuen uns über jeden, der kommt“, sagt Pfarrer Frank Nico Jaeger.

Heiligabend um 17 Uhr beginnt auch die Feier in der Begegnungsstätte der Herzen an der Gilfershäuser Straße 13 in Bebra. Hans-Joachim Kirsch rechnet mit 20 bis 25 Personen. Auch am 1. Weihnachtstag ist ab 8 Uhr bis zum Mittagessen geöffnet.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann 

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Quelle: HNA

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