Wehren im Wettstreit: 23 Mannschaften waren beim Kreisentscheid der Feuerwehrleistungsübungen

Schwerer Dummy: 80 Kilogramm wiegt die Puppe, die die Feuerwehrleute bergen mussten. Foto: Ernst

Heinebach. Die Feuerwehr-Leistungswettkämpfe fanden am Sonntag auf dem Gelände der Firma Kirchner Solar in Heinebach statt. Nachdem die Teams den theoretischen Teil absolviert hatten, mussten sie ihr Können auf der Strecke unter Beweis stellen.

Die Teams der Freiwilligen Feuerwehr müssen Ernstfall-Szenarien auf Zeit vorführen. Ein Schiedsrichtergespann behält dabei alles genau im Auge. Punktabzüge gibt es immer dann, wenn ein Zeit- oder Ausführungsfehler passiert.

Insgesamt nahmen 23 Mannschaften teil und diese Zahl sei erfreulich, so Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar: „Im Schnitt kommt jede Kommune mit einer Mannschaft“, erklärt sie. An der Anzahl der Mannschaften wird auch festgemacht, wie viele sich für den Bezirksentscheid qualifizieren. Doch geht es den Verantwortlichen nicht nur um den bloßen Wettbewerb, wie Dittmar weiter anmerkt: „Es ist wichtig, dass die Standards im Kreis gleich sind und vor allem weiterhin sehr hoch.“

Fitness und Schnelligkeit

Körperliche Fitness sei dabei eine wichtige Voraussetzung, genauso wie schnelle Reaktionsfähigkeit, so Dittmar weiter. In der Theorie bekommen die Teilnehmer zum Beispiel Fragen zum Brandschutz, Gefahrgut und der Ersten-Hilfe. In der Praxis werden Standardszenarien vorgeführt. Nach der Erläuterung der Situation durch die Leitstelle, in diesem Fall einem Schiedsrichter, muss der Gruppenführer sein Team darüber in Kenntnis setzen, was passiert ist. Am Sonntag war es ein Hausbrand mit einer eingeschlossenen Person. Dementsprechend mussten Bergungs- und Löschaufgaben ausgeführt werden und Funksprüche korrekt sein. Im Anschluss musste das Team unter Zeitdruck verschiedene Knotenarten binden.

Das wachsame Schiedsrichtergespann kam aus dem Werra-Meißner-Kreis, mit dem der Landkreis Hersfeld-Rotenburg eng zusammenarbeitet. Am Vortag stellten sie die Schiedsrichter. Die zu bergende Person ist ein 80 Kilogramm schwerer Dummy, gefüllt mit einem speziellen Granulat. Die Löscharbeiten wurden einmal vom Boden und einmal von der Leiter ausgeführt. In jedem Fall war aber Teamwork gefragt. Am Ende setzte sich das Team aus Erdpenhausen vor Gerterode I und Schenklengsfeld I durch. Für diese drei Teams heißt es nun, ihr Können auf Bezirksebene unter Beweis zu stellen. Der Bezirksentscheid findet immer Ende Juni statt.

Von Pascal Ernst

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