Wie geht es weiter nach dem Abitur – Schulabsolventen von 2011 berichten

Wege in die Zukunft

Toni Gerlach

Unsere Zeitung berichtete bereits über Toni Gerlach: Im vergangenen Oktober reiste er mit einem Freund nach Zimbabwe, um dort für den Lispenhäuser Verein Wuwis für sechs Wochen in einem Waisenhaus zu helfen.

An der Universität in Erfurt studiert inzwischen Tobias Herwig. Seine Entscheidung für das Fach „Staatswissenschaften“ fiel auch, da ja Wehr- und Zivildienst ab vergangenem Jahr wegfielen. Der Studiengang umfasst Rechtswissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Soziologie – auf zwei davon muss Tobias Herwig sich nach dem zweiten Semester spezialisieren. „Das ermöglicht zahlreiche berufliche Möglichkeiten“, begründet er seine Entscheidung. Auch sonst fühlt er sich in Erfurt wohl: „Ich habe hier viele nette Leute kennengelernt, mit denen man nach der Vorlesung noch vieles in der Stadt unternehmen kann.“

Wunsch stand bald fest

Wirtschaftswissenschaften – dieser Studienwunsch stand für Ann-Katrin Kerst bald fest. Sie schrieb Bewerbungen, schaute sich verschiedene Studienorte an – und landete schließlich in Frankfurt. „Viele neue Gesichter, eine neue Stadt und eine eigene kleine Wohnung – ein völlig anderes Leben“, beschreibt Ann-Katrin Kerst. Doch das erste Semester beseitigte letzte Zweifel: „Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war“, sagt sie. „Ich habe viele Freunde gefunden, mich in der neuen Stadt gut eingelebt und Spaß am Studium.“ Ein Wort der Warnung hat sie für den nachfolgenden Jahrgang: „Das Studium ist mit sehr viel mehr Lernaufwand verbunden als die Schule.“

Im sonnigen Süden ist zunächst einmal Sina Lena Sandrock gelandet. Sie hat sich für ein Jahr als Au-Pair im spanischen Marbella entschieden. „Ich war mir nach dem Abitur noch nicht sicher, was ich studieren wollte“, begründet sie das. Natürlich sei die Arbeit mit Kindern „kein Kinderspiel“, wie sie betont. Doch die Zeit sei interessant; in einer spanischen Familie lerne man viel intensiver Kultur und Sprache kennen, als das in einem Urlaub möglich sei. In der Sprachschule werde auch ihr Spanisch immer besser, freut sich Sina Lena Sandrock.

Jahr nach Abi nutzen

Inzwischen ist sie sich auch über ihre weitere berufliche Zukunft klar geworden: In Richtung Event- und Tourismusmanagement soll es gehen. „Ich finde, man sollte dieses Jahr nach dem Abitur ruhig nutzen, um nach den 13 Jahren Schule etwas ganz anderes zu erleben“, lautet ihr Resümee.

Gemein war den vieren dies: Sie nahmen vor dem Abitur an einem Marathon-Projekt ihrer Schule teil, über das unsere Zeitung im Lokalsport ausführlich berichtete. „Die Laufschuhe sind mit nach Spanien gereist und werden gelegentlich an Marbellas Stränden ausgeführt“, berichtet Sina Lena Sandrock. Und Ann Katrin Kerst sagt: „Gerade jetzt als Ausgleich zum Studium ist Laufen die beste Abwechslung.“ Fotos: Henkel

AUS MEINER SICHT

Von Rainer Henkel

Quelle: HNA

Kommentare