Beispiel Obersberg: Antrag wird vorbereit zum Schuljahr 15/16

Wechsel zu G9 rückt an Schulen näher

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Sie fordern eine Rückkehr zu G9 an der Jakob-Grimm-Schule: Mütter und Väter aus der Elterninitiative Alheim.

Hersfeld-Rotenburg. Die Rückkehr zum Abitur in 13 Schuljahren, also zu G9, wird auch an Schulen im Landkreis angestrebt, beziehungsweise diskutiert. Anlass dürfte nicht zuletzt das neue Schulgesetz sein, das am Donnerstag im Landtag verabschiedet werden und auch bereits laufenden G8-Klassen die Rückkehr zu G9 zu ermöglichen soll.

So hat sich die Gesamtkonferenz der Gesamtschule Obersberg in Bad Hersfeld dafür ausgesprochen, zum Schuljahr 2015/2016 zu G9 zurückzukehren. Seit Schuljahrsbeginn 2006/2007 gilt dort die G8-Regelung mit der verkürzten Mittelstufe. Schulleiterin Kerstin Schmidt erklärte, dass die Schule jetzt eine Konzeption erstellen wird, mit der der Rückkehrantrag begründet wird. Die schulischen Gremien müssen der Konzeption und dem Antrag dann zustimmen - die Schulkonferenz zum Beispiel mit einer zwei-Drittel-Mehrheit. Das Thema G8/G9 sei nie zur Ruhe gekommen, sagt Schmidt. Zudem sei der Elterndruck hessenweit größer geworden.

In der Gemeinde Alheim hat sich eine Elterninititative gegründet, die auch für die Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg eine Rückkehr zu G9 im Schuljahr 2015/2016 erreichen will.

Die Gesamtschulen von Schenklengsfeld und Niederaula arbeiten nach dem G9-Prinzip, die integrierten Gesamtschulen im Kreis tun das ohnehin. An der Werratalschule in Heringen werde über das Thema diskutiert, sagte die stellvertretende Schulleiterin Margret Schulz-Bödicker. Im Prinzip fühle man sich aber wohl mit G8.

Die Schulgremien der Konrad-Duden-Schule in Bad Hersfeld setzten sich mit dem Thema auseinander, sagte Schulleiterin Susanne Hofmann. Ein Wechsel zum Schuljahr 2015/2016 wäre möglich.

Eine Schulleiterin bedauerte, dass die ständigen Strukturdebatten die eigentliche Arbeit an Schulen, nämlich unterrichten und erziehen, überlagerten.

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Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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