Defizit bei Jahresabschluss 2010 verdoppelt

Wasserpreis soll in Wildeck steigen

wildeck. Die Wildecker Bürger müssen mit einer Anhebung der Wasser- und Abwassergebühren rechnen. Das ist eine von mehreren nötigen Maßnahmen, die sich unter anderem aus dem Jahresabschluss 2010 der Gemeindewerke Wildeck ergeben.

Die gute Nachricht dabei ist: Der Jahresabschluss 2010 der Gemeindewerke liegt vor, und die Gemeindevertretung hat ihn in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig abgesegnet. Damit hat die Gemeinde ein weiteres Stück ihrer Vergangenheit aufgearbeitet. Wie in vielen Kommunen hat sich nach der Umstellung auf die doppische Buchführung die Erstellung der Jahresabschlüsse auch in Wildeck verzögert.

Keine neuen Schulden

Die schlechte Nachricht ist: Gegenüber dem im Wirtschaftsplan vorgesehenen Defizit von 293 000 Euro weist das Jahresergebnis für 2010 ein Defizit von 605 000 Euro aus. Das berichtete Bürgermeister Alexander Wirth, der erst seit gut einem Jahr im Amt ist, vor der Abstimmung im Parlament. Vor allem die Sanierung der Kanäle schlug damals erheblich mehr zu Buche als geplant, aber auch die Bäder und die Seniorenberatung.

Die Gemeinde muss keine neuen Schulden aufnehmen, um das Defizit auszugleichen. Das Defizit wird gegen das Eigenkapital verrechnet. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus materiellen Werten wie Kanalsystem, Kläranlagen oder Schwimmbäder. Dazu kommt das auf den Bankkonten vorhandene Geld. „Durch die Verrechnung reduziert sich der Wert des Eigenkapitals“, erläuterte Wirth. Dieses Verfahren könne man in Zukunft nicht beliebig fortsetzen, weil das Eigenkapital begrenzt sei.

Sparen an allen Ecken

„Auch in den Folgejahren ist mit erheblichen Verlusten zu rechnen“, mahnte Wirth. Es bestehe akuter Handlungsbedarf. „In erster Linie werden hier die Wasser- und Abwassergebühren im Fokus stehen.“ Das Gesetz schreibe eine kostendeckende Gebühr vor, die hier über mehrere Jahre nicht erhoben worden sei. Man habe auf erhebliche Investitionen nicht mit den notwendigen Gebührenerhöhungen reagiert. Die Gebüren sollen schon in der nächsten Parlamentssitzung Thema sein. „Aber auch in allen anderen Betriebszweigen müssen alle Möglichkeiten geprüft werden, um Kosten einzusparen.“

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Quelle: HNA

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