Ronshäuser Parlament beschließt Einsparungen und erhöht Abwassergebühr

Das Wasser wird teurer

Markus Becker

Ronshausen. In Ronshausen muss gespart werden. Und dass das kein Lippenbekenntnis ist, sondern umgehend umgesetzt wird, machten die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend deutlich. Ausgaben reduzieren, Einnahmen der Gemeinde verbessern – das stand über den Beschlüssen, die in den Abstimmungen auf breiter Basis verabschiedet wurden.

Einstimmig legte das Parlament eine Gebührenerhöhung in der Entwässerungssatzung der Gemeinde fest: Der Kubikmeter Frischwasserverbrauch kostet ab 1. Januar des kommenden Jahres 5,46 Euro – bislang waren es 4 Euro. Mit diesem Betrag kommt die Gemeinde der Forderung des Landes Hessen nach einer kostendeckenden Abwassergebühr nach. Die Erhöhung soll künftig jährlich über 140 000 Euro in die Gemeindekasse spülen.

Nach einer älteren Bedarfsberechnung war bislang von 6,20 Euro die Rede gewesen – „einem nicht zumutbaren Betrag“, wie Reinhard Brandau von der WGR-Fraktion erklärte. Er dankte daher dem Gemeindevorstand und insbesondere Bürgermeister Markus Becker für die „professionelle Vorbereitung und akribische und fundierte Aufbereitung der Zahlen“, die die Neuberechnung des Kostendeckungsbedarfs ermöglicht hatten. Die Erhöhung auf 5,46 Euro sei „trotz aller Schmerzlichkeit vertretbar“, sagte Brandau.

„Der Weg, auf dem wir sind, ist schwer – wir werden den Bürgern noch einiges abverlangen müssen – aber wir sollten dies weiterhin einvernehmlich tun“, sagte Rolf Hildebrandt von der SPD-Fraktion. Er lobte – wie Brandau – die gute, konsensorientierte, Zusammenarbeit in den parlamentarischen Ausschüssen.

Kritik gab es vom FDP-Vertreter Thomas Wenderoth, der sich in der Abstimmung als Einziger enthielt. „Das ist eine satte Erhöhung, die den Vorjahren geschuldet ist“, sagte er. Wenderoth bemängelte zudem, dass keine Rücklagen gebildet worden seien.

Sparen will die Gemeinde auch bei der Straßenbeleuchtung. „Mit einem einmaligen Aufwand von 1700 Euro für den Einbau von Zeitschaltuhren können wir durch Abschaltzeiten 7000 Euro im Jahr einsparen“, rechnete Bürgermeister Becker vor. Alle Fotos: Gottbehüt

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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