Julian Rüppel hat im Alter von sieben Jahren sein Silber-Schwimmabzeichen gemacht

Wasser ist sein Element

Kleiner Mann ganz groß: Harald Grau (links), leitender Schwimmmeister im Rotenburger Hallenbad, mit Nachwuchsschwimmer Julian Rüppel, der mit sieben Jahren sein Silber-Schwimmabzeichen gemacht hat. Foto: Hörcher

Rotenburg. Früh übt sich, was ein Meisterschwimmer werden will: Der junge Rotenburger Julian Rüppel hat bereits mit sieben Jahren erfolgreich seine Prüfung für das Silber-Schwimmabzeichen absolviert. „Das ist sehr ungewöhnlich“, erklärt Harald Grau, leitender Schwimmmeister in Rotenburg. Üblicherweise machen die Kinder dieses Abzeichen erst mit zehn Jahren.

Bereits mit dreieinhalb Jahren habe Julian sein Seepferdchen gemacht, sagt seine Mutter Corinna Rüppel. Sie selbst habe darauf Wert gelegt, denn sie sei damals mit ihrem zweiten Kind schwanger gewesen und „wollte, dass er schon schwimmen kann, wenn ich später mit meinem jüngeren Kind ins Schwimmbad gehe“, erklärt sie. Das Schwimmen habe Julian schon damals großen Spaß gemacht.

Alle 14 Tage schwimmen

Alle 14 Tage gehe sie mit Julian ins Schwimmbad. Irgendwann habe er ganz beeindruckt auf ihr Bronze-Abzeichen geschaut und habe gesagt: „So etwas will ich auch haben.“ Gesagt, getan – der Nachwuchsschwimmer trainiert fleißig und schaffte diese Prüfung im Januar. Das Silber-Abzeichen hat er nun gemeinsam mit seiner Mutter gemacht. „Ich schwimme auch gerne und hatte ihm das versprochen“, sagt sie. „Damit es ihm leichter fällt.“ Alle 14 Tage geht sie mit ihrem Kind ins Schwimmbad.

Den Sprung vom Drei-Meter-Brett und zwei Mal zwei Meter Tieftauchen meisterte Julian im ersten Anlauf. Für die 400 Meter Schwimmen, davon zwölf Bahnen Brust und vier Bahnen Rücken, brauchte er 21 Minuten. Vorgegeben sind 25 Minuten. Ihm und seiner Mutter blieben zwischendurch Zeit für Verschnaufpausen. Auch die Baderegeln konnte er fehlerfrei aufsagen. Lediglich beim Streckentauchen brauchte er drei Versuche, bis er schließlich auch das schaffte. Die Tipps von Schwimmeister Grau halfen ihm dabei.

„Ich will so lange trainieren, bis ich besser als alle anderen bin“, sagt Julian. Er wolle nicht aufhören, bis er irgendwann mal alle Rettungsschwimmerabzeichen hat.

„Julian hat einen schönen Beinschlag. Das wäre was für die DLRG“, sagt Grau. Seine Mutter will ihn denn auch bald beim DLRG-Ortsverein in Rotenburg anmelden.

Von Marc Hörcher

Quelle: HNA

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