Wasser und Kitas teurer: Rotenburgs Haushalt soll 2016 ausgeglichen sein

Rotenburg. Mehr zahlen, weniger erhalten: Die Bürger Rotenburgs müssen sich auf harte Einschnitte einstellen. Bis zum Jahr 2016 soll der städtische Haushalt ausgeglichen werden, in dem derzeit ein Loch vier Millionen Euro pro Jahr klafft.

Das sagte Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) während einer Bürgerversammlung.

Um die Vorgaben des Landes Hessen für den kommunalen Finanzschutzschirm zu erfüllen, würden zahlreiche, aber nicht alle freiwilligen Leistungen gestrichen oder zurückgefahren. Zugleich sollen Steuern und Gebühren erhöht werden, darunter die Abgaben für den Besuch der Kindertagesstätten und die Trinkwasser- und Kanalgebühren.

Als „Schlüssel zur Haushaltskonsolidierung“ bezeichnete Grunwald die Erhöhung der Grundsteuer-Hebesätze. Sie sollen von derzeit 340 Punkte in zwei Schritten auf 785 Punkte mehr als verdoppet werden.

Laut Grunwald gebe es zu diesem Sparkurs keine Alternative. Gehe Rotenburg nicht unter den Schutzschirm, wodurch das Land elf Millionen Euro der städtischen Schulden übernimmt, würde die Kommunalaufsicht dafür sorgen, dass der Haushalt bereits ab Januar 2014 ausgeglichen wird. Das hätte noch drastischere Einschnitte zur Folge.

Die Entscheidung über die Sparvorschläge fällen die Stadtverordneten am 29. November. (mcj)

Quelle: HNA

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