150 Gewerkschafter fordern höhere Löhne

Warnstreik vor Bebraer Conti-Werk

Bebra. Mitglieder der Gewerkschaft IG Metall haben am Freitag im Continental-Werk in Bebra die Arbeit niedergelegt. Etwa 150 Mitarbeiter beteiligten sich an dem einstündigen Warnstreik und kamen zu einer Kundgebung vor dem Werkstor.

Damit wollten sie der Gewerkschaftsforderung nach höheren Löhnen Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft fordert von den Betrieben in der Metall- und Elektroindustrie 5,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten bislang 2,3 Prozent über 13 Monate.

„Bei dem, was verdient wurde, ist das eine Missachtung der Beschäftigten“, sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann, gegenüber den Mitarbeitern des Automobil-Zulieferers. Die Angestellten in der Branche hätten mit ihrer Arbeit zum Erfolg der Unternehmen beigetragen, jetzt sollten sie davon auch profitieren.

Wegen des Brückentags seien viele Mitarbeiter in dieser Woche im Urlaub, sagte Volkmann. Deshalb hätten sich weniger Gewerkschafter als sonst an dem einstündigen Ausstand beteiligt, zumal nur die Frühschicht zum Warnstreik aufgerufen war. Sollten die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde kein besseres Angebot vorlegen, könnte der Streik nach Pfingsten noch ausgeweitet werden, kündigte Volkmann bereits an. (mcj)

Fotos vom Streik

Conti-Mitarbeiter streiken in Bebra

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Marcus Janz

Kommentare