Rotenburg und Bebra bekommen Geld für Tourismusprojekte von der EU

Warmer Regen fürs Dach

Auf der Naturbühne im Rotenburger Schlosspark: Sigrid Wetterau vom Regionalforum des Kreises, das für die Leader-Projekte zuständig ist, die Stadträte Ursula Ender, Karin Kupsch und Dieter Strecker, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, Bürgermeister Christian Grunwald, Landtagsabgeordneter Dieter Franz. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg/Bebra. Jetzt ist es amtlich: Rotenburg hat für seine Projekte in und am Schlosspark einen Zuschuss von der EU bekommen, Bebra bekommt Geld für den Ausbau seines Kulturerlebnisweges, der Solz, Imshausen, Gilfershausen, Braunhausen und Iba verbindet. Landrat Dr. Karl-Ernst-Schmidt übergab die Bewilligungsbescheide.

Demnach erhält Rotenburg für die Überdachung der Naturbühne, die Anlage einer Skaterbahn mit multifunktionalem Baumhaus im Alten Schlosspark und eines Streetball-Platzes (Bolzplatz) mit Aufenthaltsmöglichkeiten knapp 123 000 Euro. Insgesamt sind für die Projekte 195 000 Euro veranschlagt, das restliche Geld stammt aus einer Spende, die ein Rotenburger privat der Stadt gemacht hat - wir berichteten.

Schilder und Rastplätze

Bebra bekommt 31 000 Euro zur Gestaltung des Kulturerlebnisweges, der mit Infotafeln, einem Leitsystem, einer Wanderwegbeschilderung, Rastmöglichkeiten ausgestattet werden soll. Auch Geld für die Bewerbung des Weges ist darin enthalten. Insgesamt soll dieses Projekt 48 000 Euro kosten.

Das Geld stammt aus dem Leader-Programm der EU, das zu Förderung des ländlichen Raums gedacht ist. Seit 2007 sind nach Angaben des Landrats 1,1 Millionen Euro in die Leader-Region Hersfeld-Rotenburg, zu der auch Dörfer im Knüll gehören, geflossen. Weitere 400 000 Euro wurden allein in Energieprojekte gesteckt. Insgesamt standen der Region über eine Laufzeit von sieben Jahren 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. An der Naturbühne im Rotenburger Schlosspark erklärte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald, wie die Überdachung aussehen soll. Geplant ist eine Konstruktion mit Stahlträgern mit einem abgerundeten Dach. Die Seiten sollen offen bleiben. Wichtig sei die Sicherheit gegen Vandalismus und eine gute Akustik. Mit der Überdachung sollen die Musiker Wetterschutz bekommen. Bei der Gestaltung der Jugendprojekte war es wichtig, die Rotenburger Jugendlichen bei der Ideensuche und Planung zu beteiligen, um einen hohen Grad an Identifikation zu erreichen, berichtete Grunwald. (sis)

Quelle: HNA

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