Trend zur Solotour

Wandervereinen gehen die Mitglieder aus

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Wandern in der Rhön

Hersfeld-Rotenburg. Wandern liegt im Trend – das berichten zumindest Fachmagazine und andere Medien. Trotzdem gehen den Wandervereinen und -gruppen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Mitglieder aus. Mancher Verein steht vor dem Aus.

Fast alle Klubs sind stark überaltert, es fehlt an Aktiven, Vorstandsmitgliedern und Nachwuchs. Den Wandervereinen geht es damit wie vielen anderen Vereinen. Über kurz oder lang könnte sich diese Entwicklung aber auch auf den Zustand von Wegen und Rastplätzen in der Region auswirken. Denn einige Vereine kümmern sich um deren Pflege.

Kaum mehr Freiwillige

 Einer der ältesten und größten ist der Hersfelder Wanderverein mit zurzeit immerhin noch rund 300 Mitgliedern. „Es war allerdings mal das Doppelte“, berichtet Helga Schäfer, Beisitzerin und Wanderführerin, und schon seit über 50 Jahren im Verein. Die meisten Mitglieder seien inzwischen im fortgeschrittenen Seniorenalter, und auch für die Vorstandsposten fänden sich kaum mehr Freiwillige.

Junge Leute seien zwar durchaus noch am Wandern interessiert, wollten sich aber nicht mehr an einen Verein binden. Zudem sei man dank zahlreicher gut gekennzeichneter Wege und Online-Kartenmaterial nicht mehr unbedingt auf Wanderführer angewiesen, meint Schäfer mit Blick auf das individuelle Laufen.

Ähnlich äußern sich viele weitere Vereinsvorstände und Wanderführer aus dem Kreis. Auch die Vorsitzende des Alheimer Wandervereins Rotenburg, Elsbeth Aubel, kann die Überalterung und den Nachwuchsmangel bestätigen. Hatte der Verein Ende der 80er-Jahre noch rund 260 Mitglieder, sind es heute noch 145.

„Beerdigt“ wird Ende des Jahres der Knüllgebirgsverein Kirchheim, wie der Vorsitzende Werner Manns bestätigt. Von einst 104 Mitgliedern seien noch 70 übrig, von denen aber nicht mehr alle aktiv seien. „Keiner will mehr Verantwortung übernehmen“, klagt Manns.

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Quelle: HNA

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