Spenden sollen Arche-Gemeinschaft helfen

Sie wandern für den Umbau

Die Arche wandert: Gruppenfoto mit allen Wanderern der Tagesetappe zwischen Rotenburg und Bad Hersfeld. Gastfreundschaft erfuhren die Wanderer bei Anne und Walter Borschel aus Rotenburg (auf dem Foto erste Reihe, Zweiter von links, und vorletzte Reihe, Zweite von rechts). Foto:  A. Koch

Rotenburg. Auf ihrer dreiwöchigen Wanderung durch Deutschland machten Menschen mit und ohne Behinderung auch in Rotenburg Halt. Begrüßt wurden sie während eines Gottesdienstes in der Rotenburger Stiftskirche von Dekanin Gisela Strohriegl. Anschließend wanderte die Gruppe an ihrem achten Wandertag weiter nach Bad Hersfeld.

Zweck der Wanderung ist es, sich für mehr Inklusion in der Gesellschaft einzusetzen. „Das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen sollte selbstverständlich sein“, sagte Astrid Froeb von der Arche-Gemeinschaft Tecklenburg. Sie ist Koordinatorin der Aktion.

Drei in Deutschland

Initiiert wird die Wanderung von den Arche-Gemeinschaften – christlichen Lebensgemeinschaften von Menschen mit und ohne geistige Behinderung – von denen es drei in Deutschland gibt: in Tecklenburg, Ravensburg und Landsberg/Lech.

„Am Tag laufen wir durchschnittlich 22 Kilometer“, berichtete Astrid Froeb. „Jeder kann mit uns laufen, auch wenn es nur eine Tagesetappe ist.“ Je mehr Menschen von der Wanderung von Tecklenburg, zwischen Münster und Osnabrück, nach Ravensburg erführen, desto besser. Denn die Aktion diene auch dem Sammeln von Spenden für den erforderlichen Umbau des Arche-Hauses in Ravensburg.

Eine neue Heimbauverordnung besage, dass das Arche-Haus in Ravensburg, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben, komplett umgebaut und saniert werden müsse. Öffentlich gefördert würden aber nur die Zimmer für Menschen mit Behinderung.

„Wenn wir die erforderliche finanzielle Selbstbeteiligung nicht aufbringen können, wird das Arche-Haus in Ravensburg geschlossen“, sagte Astrid Froeb. Ein Stück gelebte Inklusion würde so verloren gehen.

Zahlreiche Sponsoren hätten sich bereit erklärt, für gelaufene Kilometer der Wanderer einen bestimmten Betrag zu zahlen. „Jeder Wanderer hat sich vor Beginn der Wanderung Sponsoren gesucht“, erklärte die Aktionskoordinatorin. „Manche zahlen zehn Cent pro gelaufenem Kilometer, manche einen Euro und mehr.“ Nach der Ankunft am 13. Juli in Ravensburg wird an die Sponsoren berichtet, die dann den Gesamtbetrag der erwanderten Spende auf das Spendenkonto überweisen. Auch Spenden, die sich nicht auf die Kilometer beziehen, sowie Unterkünfte und Verpflegungen auf der Strecke würden gerne entgegen genommen.

In Rotenburg wurden die Wanderer von den Eheleuten Anne und Walter Borschel mit Abendbrot und Frühstück versorgt. Im Dekanat standen Schlafplätze zum Übernachten zur Verfügung. „Danke für die Gastfreundschaft. Mit neuer Kraft gehen wir nun auf die nächste Etappe“, sagte Astrid Froeb am Ende des Gottesdienstes in der Rotenburger Stiftskirche.

Mehr über die Aktion gibt es auch im Internet. Dort ist ein Blog eingerichtet, in dem aktuell über jeden Wandertag mit Text und Fotos berichtet wird. (zxy)

www.die-arche-wandert.de

Quelle: HNA

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