Werra-Burgen-Steig Hessen wird zum Qualitätsweg ausgebaut – 1. Abschnitt ist eröffnet

Wandern von Burg zu Burg

Immer dem Pfeil nach: Maria Neumann, Gerda Dajka, Irmgard Herrmann, Barbara Mangold und Elisabeth Giptner-Mengel, von links, aus Nentershausen starten die Wanderung auf der Tannenburg. Foto: Meyer

Nentershausen. Der Werra-Burgen-Steig Hessen von Nentershausen bis nach Hann. Münden soll zum sogenannten Qualitätsweg nach den Kriterien des deutschen Wanderverbands werden.

Dass der erste, 16 Kilometer lange Abschnitt der Strecke von Nentershausen nach Holzhausen bereits entsprechend aufgepeppt wurde, feierten Wanderer, Vetreter von Tourismus und Politik mit einem stimmungsvollen Fest am einen Ausgangspunkt des Fernwanderwegs, der mittelalterlichen Tannenburg bei Nentershausen.

Die Wanderroute hat eine lange Tradition: Im Jahr 1885 markierten Mitglieder des Werratalvereins erstmals den Weg über die Burgen von Hann. Münden bis zur Eisenacher Wartburg. Die deutsche Teilung zerstörte die Möglichkeit, ihn komplett zu erwandern. Daher fand die Route auf westdeutscher Seite von Burg Ludwigstein aus ihre Fortsetzung bis nach Nentershausen. Der Werra-Burgen-Steig Hessen war geboren.

Wiederum waren es ehrenamtliche Mitglieder des Werratalvereins, die die Markierung „X5H“ - das H steht für Hessen - an Bäumen anbrachten. Die übrige Umgestaltung fiel in die Hände des Tourismus-Zweckverbands Naturpark Meißner - Kaufunger Wald, die damit von der Werratal Tourismus Marketing GmbH beauftragt worden war.

Carola Hotzel vom Tourismus-Zweckverband nennt die Kriterien eines Qualitätswanderwegs: Nur kurze Strecken dürfen entlang einer Straße oder über asphaltierte Wege führen. Um naturnahe Wege zu gewährleisten, mussten Teile des bisherigen Wegs verlegt werden. Außerdem wurden Bänke aufgestellt, allein entlang der 16 Kilometer bis Holzhausen zwei überdachte Sitzgruppen, dazu Wegweiser.

Bei der Einweihungsfeier, die Mitglieder des Vereins Freunde der Tannenburg als Ritter oder Barden liebevoll gestalteten, begrüßten Dr. Karl-Ernst Schmidt, Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg, und sein Kollege aus dem Werra-Meißner-Kreis, Stefan Reuß, die Verbindung der Landkreise durch den Weg. Anschließend brachen Wanderer zur ersten Etappe auf. HINTERGRUND, GRAFIK

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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