Feuerwehren und Forstämter arbeiten gemeinsam an Projekt

Waldbrände: Neue Karten sollen helfen

Hersfeld-Rotenburg. Einheitliche digitale Waldbrandkarten mit Informationen über Löschteiche, lastwagenfähige Wege, die von schweren Feuerwehrautos befahren werden können, und Hydranten – sie werden zurzeit von den Forstämtern und den Feuerwehren im Landkreis erstellt.

So soll der Brandschutz im Wald verbessert werden. Bisher gab es solch einheitliche Karten nicht.

Für die Erstellung wird die waldbrandarme Zeit genutzt, sagt Horst Gossenauer-Marohn von Hessen Forst. Er ist unter anderem für den Waldschutz zuständig. Förster seien nicht in der Lage, zu entscheiden, ob zum Beispiel ein Teich als Löschteich geeignet ist. Um solche Fragen zu klären, sei die Zusammenarbeit mit den Wehren wichtig.

Die Kenntnisse der Förster sind aber dennoch nötig: „Wir wissen, welche Bäume wo wachsen und können dazu Tipps geben“, sagt Kersten Eidam, Bereichsleiter Dienstleistung und Hoheit beim Forstamt Bad Hersfeld. Brände in Kiefernschonungen sind zum Beispiel gefährlicher als im Laubwald.

„Bei der Auswahl der Löschteiche kann es Konflikte mit dem Naturschutz geben“, sagt Wolfgang Adam vom Forstamt Rotenburg. Er ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Es gebe Teiche, die zwar nicht unter Naturschutz stünden, aber dennoch schützenswert seien. Da müsse man im Einzelfall entscheiden, was wichtiger sei: den Teich zu schützen oder den Brand mit dem Wasser zu löschen.

Die Feuerwehr im Kreis war bisher schon gut gerüstet, sagt Kersten Eidam. Es gebe zum Beispiel Anschriften von Landwirten mit Gülle- und Wasserfässern, die bis zu elf Kubikmeter Wasser fassen können. Die Hilfe der Bauern ist nötig, da die Pumpen der Wehren 1000 bis 2400 Liter Wasser pro Minute ziehen. Da reicht ein Löschteich oft nicht aus. Ob die Karten den Praxistest bestehen, will das Forstamt Bad Hersfeld bald mit einer Übung testen. Hintergrund, Zum Tage

Von Lara Sasse

Quelle: HNA

Kommentare