Gemeinde fehlt das Geld für den Erhalt

Der Wald bedroht die Überreste der Burgruine Blumenstein

Wildeck. Die Burgruine wuchert zu, die Mauerreste verfallen. Viele Wildecker Bürger wünschen sich, dass die Burgruine Blumenstein in ihrem jetzigen Zustand erhalten bleibt.

"So darf es nicht weitergehen", findet der Obersuhler Karl Schöppner. Die Gemeinde trage zwar den Namen der früheren Burgherren, lasse das Wildecker Tal aber verfallen.

Auf der Grundlage eines älteren Gutachtens eines Kasseler Architekturbüros hat Schöppner vom Wildecker Geschichtsverein errechnet, dass die Instandsetzung der Ruine etwa 40.000 Euro kosten würde. Das Mauerwerk müsste demnach gesichert werden, außerdem Bäume im Abstand von fünf Metern zu den Mauern gefällt werden. Es müsse dringend etwas passieren, denn, so Schöppner, "sonst sind in zehn Jahren nur noch Mauerreste zu besichtigen". Schöppner verweist darauf, dass die EU Mittel für derartige Projekte zur Verfügung stellt.

Die Gemeinde Wildeck hingegen sieht sich nicht in der Lage, Geld für den Erhalt der Ruine aufzubringen. "Es ist sicher wünschenswert, das zu erhalten", sagt Steffen Sauer, erster Beigeordneter der Gemeinde. Die derzeitige Haushaltslage lasse nicht zu, größere Geldsummen bereitzustellen. Sauer: "Wir haben wichtigere Projekte." Dazu zählt Sauer den Bau und Erhalt von Straßen.

Bürger einbeziehen

Hermann Eimer, der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, sieht wie Schöppner dringenden Handlungsbedarf, "weil ansonsten der Wald in wenigen Jahren alles überwuchern wird, was von der 800-jährigen Kulturgeschichte des Burgberges noch übrig geblieben ist". Da für eine groß angelegte Sanierung keine Finanzmittel vorhanden seien, sei eine Politik der kleinen Schritte geboten. Eimer: "Dabei ist die Zusammenarbeit mit Hessen Forst von besonderer Bedeutung, weil die Ruine Blumenstein sich auf forstlichem Grund und Boden befindet." Eimer denkt an ein bürgerschaftliches Engagement, in das die Bürger aller Wildecker Ortsteile einbezogen werden müssten. (zmy)

Quelle: HNA

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