Süße Meile auf "Grimms Naschmarkt" 

Naschparadies: Rotenburger Innenstadt lockte mit Süßigkeiten

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Direkt aus Grimms Naschwerkstatt: Jörg Vorpagel (von links) aus Oberurff hält mit einer Bonbonprägewalze von Hand hergestellte, süße Edelsteine bereit – sehr zur Freude von Holger und Monika Hemmenstädt. 

Rotenburg. Aus Wanfried, Fulda, Frankfurt, aus Wolfhagen - von überall her zog es am Sonntag mit Appetit und viel guter Laune ausgestattete Menschen nach Rotenburg. Alle wollten eintauchen in „Grimms Naschmarkt".

Vom Marktplatz bis zum Landratsamt erstreckte sich die süße Meile und entpuppte sich einmal mehr als wahres Schlemmerparadies.

„Es ist ja richtig was los hier!“, stellten Brigitte und Günther Gnauck aus Wanfried schon gleich bei der Ankunft fest. Mit viel Glück hatten sie einen guten Parkplatz gefunden - ganz in der Nähe der Jakobikirche.

Honigbier als Kostprobe

Ein Meer aus Blüten: Auch das gab es am Sonntag beim Rotenburger Naschmarkt im Schlossparkt zu sehen.

Dort boten die beiden Michaels von der Kasseler Stadtimkerei, Michael Busse und Michael Hertweck, ihre ganz besonderen Spezialitäten an: mit Honig eingebrautes Bier etwa, dunkel oder blond und ein bisschen karamelig. Elke Imming aus Melgershausen war begeistert: „Vorne schmeckt es herrlich herb und hinten kommt ein bisschen die Biene raus!“ Familie Khajo bot am Eingang zur Brückengasse arabische Spezialitäten an. Der Reinerlös kommt notleidenden syrischen Kindern zugute. Mitglieder der Guggenmusik-Gruppe „Rotenburger Schlossgeister“ hatten Bratwurst und erstklassigen Kuchen im Angebot, was natürlich auch dem mit „Drahtesel“ vorbeischauenden Frankfurter Ingenieur Roland Caspari ins Auge fiel. Er war auf dem R1 in Richtung Wismar unterwegs und überaus angetan von der „hügeligen Gegend“ und der von interessanten Düften durchzogenen „Schönen an der Fulda“.

Selbstgemachte Pralinen

Am Stand des Jugendhofes verwandelten Dagmar Knöckel und Ruth Schiel rohe, geriebene Kartoffeln in waldeckisch angehauchte Schepperlinge. Kurz darauf konnte man mit Erdbeerbowle anstoßen, was die Schwestern Friederike Rau und Annika Wirth, die mit ihren besseren Hälften aus Kassel angereist waren, mit großem Vergnügen taten.

Tamara Mark offerierte schokolierte Bananen- und Erdbeerspieße, Jörg Vorpagel mit Maibowle beschwipste Bonbons und Konditormeister Christopher Bayer handgefertigte edle Pralinen, die Christel und Georg Alt aus Fulda ganz vorzüglich mundeten.

Wer vom Performance-Künstler Stefan Dietrich, von den Mannen von Papa Legba’s Blues Lounge und den Straßenmusiker von Crêpes Sucette noch nicht genug hatte, konnte in den Schlosspark pilgern, sich an dem bunten Blumenmeer erfreuen und vor der Naturbühne den Klängen des Musikzuges Lohfelden lauschen. Alle waren’s zufrieden, zumal auch das Wetter mitspielte. Und Bürgermeister Christian Grunwald, der mit seiner Familie unterwegs war, meinte: „So soll’s sein - so profitieren Besucher, Stadt und natürlich auch unsere Geschäftsleute!“.

Naschmarkt in Rotenburg

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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