Michael Roth (SPD) und Helmut Heiderich (CDU) im Wahlkreis 169 lange gleichauf

Werra-Meißner. Nach einem spannenden Wahlabend, bei dem der CDU-Kandidat Helmut Heiderich bis kurz vor Schluss der Auszählung vorn lag, holte am Ende aber doch der als Favorit geltende SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth den Wahlkreis 169 mit einem Vorsprung von etwa 3200 Stimmen.

Roth erzielte 43,1 Prozent, Heiderich 40,5. Für Michael Roth ist das Bundestagswahlergebnis insgesamt „eine große Überraschung mit viel Freude, aber auch traurigen Momenten“. Trotz seiner Niederlage sprach Helmuth Heiderich von einem „historischen Ergebnis in Berlin“ und einem „absoluten Hammer im Wahlkreis“.

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Eine ganz andere Wahrnehmung des Wahlausgangs hatte Manfred Lister. „Das ist eine Katastrophe“, kommentierte der FDP-Politiker das Abschneiden seiner Partei. Die Liberalen gehören dem Bundestag nicht mehr an, erlebten gestern einen regelrechten Absturz. Die Zweitstimmenkampagne sei nicht zielführend gewesen.

„Wir haben zu sehr auf das rot-rot-grüne Schreckgespenst geschielt, dabei ist es uns nicht gelungen, unsere gute Arbeit herauszustellen“, so Lister.

Über „verfehlte Wahlziele“ klagte Armin Jung (Bündnis 90/Die Grünen) am Sonntagabend in einer ersten Reaktion auf das Ergebnis. „Wir müssen jetzt darüber nachdenken, an welchen Inhalten das liegt“, sagte er. „Entsetzt“ zeigte sich der grüne Politiker vom Abschneiden der Alternative für Deutschland (AfD). „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, so Dr. Johanna Scheringer-Wright (Die Linke). „Wir sind vor den Grünen im Bundestag und nach dem Scheitern der FDP dritte Kraft. Das ist ein guter Erfolg.“

Quelle: HNA

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