Rotenburg: 37 Prozent wählten ihre Kandidaten

Wahlbeteiligung im Kirchenkreis hoch

Rotenburg. Der Kirchenkreis Rotenburg verzeichnet bei der Kirchenvorstandswahl eine Beteiligung von knapp 37 Prozent der Wahlberechtigten. Dies sei eine Steigerung um drei Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Kirchenvorstandswahl im Jahr 2007. Damals beteiligten sich knapp 34 Prozent an der Kirchenvorstandswahl. Gerade in den ländlichen Gemeinden liege die Wahlbeteiligung bei über 40 Prozent, teilte Janosz König für den Kirchenkreis Rotenburg mit.

Im Vergleich zu den anderen 23 Kirchenkreisen in der Landeskirche erzielte der Kirchenkreis Rotenburg das beste Wahlergebnis. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck liegt bei knapp 27 Prozent.

Deshalb gelte allen Wählern ein besonderer Dank. Die hohe Wahlbeteiligung im Kirchenkreis Rotenburg zeige, dass viele Menschen der Kirche immer noch ihr Vertrauen schenkten. Die Kirche auf dem Dorf habe einen großen Stellenwert. Viele Menschen fühlten sich mit ihr weiterhin verbunden.

In den nächsten Wochen werden die neu gewählten Kirchenvorstände sich zu den ersten Sitzungen einfinden und darüber beraten, ob weitere Mitglieder berufen werden. Denn nach dem Wahlgesetz für die Kirchenvorstandswahl hat jeder Kirchenvorstand die Möglichkeit, bis zu drei weitere Mitglieder zu berufen.

Bischof: Vertrauensbeweis

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, zeigte sich in Kassel sehr erfreut über die gestiegene Wahlbeteiligung: „Dies ist ein deutlicher Vertrauensbeweis für die gewählten Kirchenvorstände in Kurhessen-Waldeck“, sagte der Bischof bei der Veröffentlichung der Zahlen. „Ich danke allen, die sich als Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl gestellt haben, auch jenen, die in mehr als 1200 Stimmbezirken eine ordnungsgemäße Wahl gewährleistet haben“, sagte der Bischof am Tag nach der Wahl. „Ich wünsche den neuen Kirchenvorständen für Ihre leitende Tätigkeit in den nächsten sechs Jahren Gottes schöpferischen Geist und die fürsorgliche Liebe zu allen, denen sie in den Gemeinden begegnen“, erklärte der Bischof.

Onlinewahl voller Erfolg

Erstmals gab es in Kurhessen-Waldeck die Möglichkeit, im Internet die Stimme abzugeben. In der Zeit vom 27. August bis zum 22. September 2013 hatten bereits 73 058, das sind 9,3 Prozent der Wähler von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, durchschnittlich 2000 Wähler pro Tag. Der Spitzenwert von 9000 Onlinestimmen wurde am 22. September erreicht.

Die Onlinewahlbeteiligung schwankte in den einzelnen Kirchengemeinden zwischen null bis 30 Prozent; Wähler jeden Alters – von 14 bis 103 Jahren – erprobten das neue Wahlverfahren. „Für die Landeskirche ist die Onlinewahl ein voller Erfolg“, sagte der Internetbeauftragte, Pfarrer Christian Fischer, in Kassel. Das Experiment habe sich gelohnt. (red/ank)

Quelle: HNA

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