Wände gegen den Lärm: Schallschutz in Bebra wird errichtet

Es wird leiser in Bebra: Bis 2018 werden zehn Schallschutzwände gegen Bahn-Lärm in Weiterode und der Kernstadt von Bebra errichtet. Die Nummerierung in der Grafik stammt von der Deutschen Bahn und hat nur eine konzerninterne Bedeutung. Grafik:  DB Mobility Logistics AG

Bebra. In Bebra soll es künftig leiser werden - der Bau der insgesamt 5,9 Kilometer langen Schallschutzwände hat begonnen. Für das 9,1 Millionen teure Projekt gab es am Dienstag einen symbolischen ersten Spatenstich.

Die Bauarbeiten an den zehn Schallschutzwänden sollen bis Ende 2018 dauern und 9,1 Millionen Euro kosten, die der Bund trägt. Für den symbolischen Akt nahmen am Dienstag Vertreter von Bund, Kreis und der Deutschen Bahn den Spaten in die Hand.

Bebra als Eisenbahnstadt

Darunter war auch Bebras Bürgermeister Uwe Hassl. In seiner Rede freute er sich, dass die Schallschutzwände nun errichtet werden. „Wenn nicht in Bebra, wo sonst“, sagte er und nahm Bezug auf Bebras lange Geschichte als Eisenbahnstadt. Die schien auch für Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Hessen, erwähnenswert zu sein. Denn in seiner Spatenstich-Rede berichtete er, dass bereits 1849 erste Züge durch Bebra nach Kassel fuhren.

Mit den Jahren habe der Verkehr in Bebra zugenommen. Aber auch die Besiedlung entlang der Bahnstrecken. Dass Lärm schlecht für die Gesundheit ist, steht für Vornhusen außer Frage. Die Deutsche Bahn beschäftige sich schon seit Jahren mit der Lärm-Entwicklung und suche nach Lösungen.

In Bebra kommt nun eine dieser Lösungen zum Tragen. Und zwar nicht nur mit zehn Schallschutzwänden, sondern auch in Form von Schallschutzfenstern. Solche Fenster sollen in insgesamt 600 Häuser und Wohnungen eingebaut werden. Von den 9,1 Millionen Euro sind dafür 200.000 Euro vorgesehen.

Norbert Barthle, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, wies aber bei all der Euphorie der Anwesenden auch darauf hin, dass die Bebraner für einige Zeit noch etwas mehr Lärm als sonst zu ertragen hätten. Wegen der Hänge an den Bahnstrecken werden die Arbeiten vom Gleis aus erfolgen. Da aber tagsüber starker Verkehr auf der Strecke herrscht, soll in der Nacht gearbeitet werden. „Die Aussicht auf leisere Tage wird den Lärm sicher versüßen“, versuchte Barthle zum Schluss den zunehmenden Lärm schmackhaft zu machen.

Quelle: HNA

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