Bei Tauwetter besteht die Gefahr von Dachlawinen – kaum Probleme mit Räumpflicht

Vorsicht vor Eiszapfen

Rotenburg / Bebra. Das Wochenende bringt noch einmal tiefe Temperaturen, doch zu Beginn der kommenden Woche wird Tauwetter einsetzen. Spätestens dann steigt die Gefahr, dass sich Dachlawinen lösen und spitze Eiszapfen von Regenrinnen fallen.

Hausbesitzer müssen selbst Sorge dafür tragen, dass Passanten dabei nicht zu Schaden kommen, erklärt der stellvertretende Leiter des Rotenburger Fachbereichs Finanzen und Ordnung, Ulf George, auf Anfrage unserer Zeitung: „Darauf muss jeder im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht selbst achten.“

Weil die Häuser heute besser gedämmt sind, bilden sich große, gefährliche Eiszapfen nur noch an wenigen Stellen. Doch auf vielen Gebäuden liegen derzeit große Schneemassen, und längst nicht alle Dächer sind mit Fanggittern ausgestattet, damit sich keine Lawinen lösen können. Die Stadt Rotenburg hat in der Vergangenheit schon mal Gehwege gesperrt, wenn in schmalen Straßen wie der Brückengasse Dachlawinen abzugehen drohten, berichtet George.

Auch der Leiter des Ordnungsamtes in Bebra, Friedhelm Eyert, weist darauf hin, dass Hausbesitzer auf ihren Grundstücken selbst dafür verantwortlich sind, dass keine Passanten zu Schaden kommen. Bislang seien aber keine Probleme mit gefährlichen Eiszapfen bekannt.

Nur Einzelfälle

Auch mit der Schneeräumpflicht habe es in diesem Winter bislang wenig Probleme gegeben. Fast alle Hausbesitzer hätten den Gehweg vor ihrer Haustür von Schnee befreit. Nur in Einzelfällen habe es Unklarheiten zwischen Nachbarn gegeben, wer den Schnee schieben muss. Auf Straßen, die nur auf einer Seite einen Gehweg haben, ist laut städtischer Satzung in diesem Jahr nämlich derjenige dran, der dem Gehweg gegenüber wohnt, sagt Eyert: „Im Zweifelsfall kommen wir vorbei und klären, bei wem die Räumpflicht liegt.“

Gut geklappt hat das Schneeschieben bislang auch in Rotenburg. „Wir mussten nur sehr wenige Hausbesitzer auf ihre Räumpflicht hinweisen“, sagt Ulf George.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

Kommentare