Krippengruppe in Nentershäuser Kindertagesstätte bei Eltern und Kindern sehr beliebt

Volles Haus ab März

Liebevoll betreut: In der Krippengruppe der Nentershäuser Kindertagesstätte wird es nie langweilig. Unter anderem gehören gemeinsames Singen, Spielen, Zähneputzen, Frühstücken, Mittagessen und gemeinsame Ausflüge zum Betreuungsprogramm. Unser Foto zeigt von links die Leiterin, Eva Aguilera Delgado, Lara, Justus, Mika, Bürgermeister Ralf Hilmes, Finn, Pfarrerin Annette König, Jamie-Oliver, Erzieherin Theresia Beitz, Finn und Erzieherin Ramona Weigert. Fotos: Dupont

Nentershausen. In den ersten Monaten haben die Nentershäuser Eltern die neue Krippengruppe in der evangelischen Kindertagesstätte Sinn-Salabim nur zögerlich angenommen. Die Gruppe startete am 1. August mit vier Kindern. Mittlerweile ist der Andrang groß: „Ab März ist die Gruppe mit zehn Kindern voll besetzt“, freut sich die Leiterin der Tagesstätte, Eva Aguilera Delgado.

Seit dem 1. August haben Eltern einen Rechtsanspruch darauf, dass auch ihre Kinder, die unter drei Jahren alt sind, betreut werden. Darauf mussten sich alle Kindertagesstätten einrichten.

Wieder stabilisiert

Für die Tagesstätte in Nentershausen und auch für die Eltern war das eine gute Nachricht. Da sind sich die Leiterin, Bürgermeister Ralf Hilmes und Pfarrerin Annette König einig. Wie in vielen Kindergärten war auch in Nentershausen die Zahl der Kinder zurückgegangen. Durch die Krippengruppe hat sich die Zahl jetzt wieder stabilisiert.

1996 war der Kindergarten mit 100 Kindern gestartet und räumlich entsprechend groß eingerichet worden. Heute sind es noch 63 Kinder. Auch dank der Krippenkinder gibt es weiterhin vier Gruppen in der Tagesstätte. Weil die Zahl der Kinder zurückgegangen war, musste für die Einrichtung der Krippe nicht angebaut werden. Die baulichen Veränderungen waren vergleichsweise gering. So mussten zum Beispiel die Waschbecken nach unten versetzt werden. Ein Gitter aus Holz grenzt den Krippen-Bereich ab, damit die Kinder nicht weglaufen können.

Allerdings musste einiges neu angeschafft werden: Stühle, Schlafbetten, Spielgeräte für Zweijährige oder eine Wickelkommode. Viel Spaß macht es den Kindern, im neuen Omnibus unterwegs zu sein. Einen Motor hat er nicht. Für den Schwung sorgen die Erzieherinnen.

Spenden willkommen

„Vieles haben auch die Eltern gespendet. Weitere Spenden sind willkommen“, betont Pfarrerin König.

Zusätzliches Personal musste nicht eingestellt werden. „Das war möglich durch geschicktes Umstrukturieren des vorhandenen Personals“, erklärt der Bürgermeister. „Viele Eltern sind sehr froh über das Angebot. Und sie sind zufrieden“, berichtet Delgado. In der Brottasche jedes Kindes liegt ein kleines Heftchen, in dem Eltern und Erzieher Informationen hinterlassen können. Aber natürlich besteht beim Abgeben oder Abholen der Kinder immer auch die Möglichkeit, miteinander zu reden.

Die Erzieherinnen machen ihre Arbeit gern. „Es ist schön, mitzuerleben, wie die Kinder langsam aufwachsen, ihre ersten Worte sprechen und das soziale Verhalten lernen“, berichtet die Leiterin.

„Jeder hat so seine Zeit, auch, wann er in die Hose macht. Das geht bei uns in Etappen.“

Eva Aguilera Delgado

Und die Erzieherinnen kennen ihre Pappenheimer ganz genau. „Jeder hat so seine Zeit, auch, wann er in die Hose macht. Das geht bei uns in Etappen“, erzählt Delgado schmunzelnd. Dann werden rasch die Windeln gewechselt, und ab geht es wieder in den Sandkasten. HINTERGRUND RECHTS

Von René Dupont

Quelle: HNA

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