FC Gilfershausen feierte ein halbes Jahrhundert seines Bestehens

Mit 50 voll in Schwung

Der Fußball-Club Gilfershausen ehrte beim Festkommers seine noch lebenden Gründer und die Vereinsangehörigen, die 1964 noch Mitglied wurden. Ihre Auszeichnungen: Ehrennadeln in Gold oder Ehrenurkunden mit der Zahl 50. Foto: Vöckel

Gilfershausen. „Mit 50 Jahren ist man noch voll in Schwung.“ Für Pfarrer Axel Dück trifft das auf den Fußball-Club Gilfershausen zu. Dies sei ein junger Verein, der eine noch zu überblickende Geschichte habe, die viele Mitglieder erlebt und mitgestaltet hätten.

„Glückwunsch, dass sie das geschafft haben“, sagte der Pfarrer beim Festkommers zum 50-jährigen Bestehen im Zelt am Sportplatz. Der Fußballsport sei wohl der Hauptzweck des Vereins, doch es werde auch gewandert, Brennball gespielt und erfolgreich Gymnastik betrieben. Lebensfreude und die Gemeinschaft im Ort stünden an erster Stelle.

Der Pfarrer nannte ein Beispiel: den seit 35 Jahren bestehenden Karneval in Gilfershausen. Dieses Fest der Narren besuche er immer wieder gern. Zum Geschenk der Kirchengemeinde gehörte auch ein Satz gelber und roter Karten für mehr Fairplay im Sport und im Umgang miteinander.

„Applaus, Applaus, für deine Worte, für deine Art mich zu begeistern. Hör niemals damit auf!“ Mit diesem Lied der Sportfreunde Stiller hatte der Kinderchor „Gilfpeppers“ den Festabend eröffnet. Bebras Bürgermeister Uwe Hassl erklärte, es spreche für den Fußball-Club Gilfershausen, dass er sich für den Fortbestand einsetze und sich aus diesem Grund mit anderen Vereinen in Spielgemeinschaften einbringe.

Der Kreisbeigeordnete Helmut Miska erinnerte ein bedeutendes Ereignis im Gründungsjahr 1964: „Ludwig Erhard löste Konrad Adenauer als Bundeskanzler ab, und meine Mannschaft verlor ihr Fußballspiel: Eintracht Frankfurt unterlag den Münchner Löwen.“ Gleich drei Geschenke hatte Kreisfußballwart Karl-Heinz Blumhagen mitgebracht: Ehrenplaketten vom Deutschen Fußballbund und vom Hessischen Fußballverband sowie einen Ball vom Fußball-Kreisverband.

Auszeichnungen

Der stellvertretende Kreisvorsitzende des Sportkreises Hersfeld-Rotenburg, Horst Holl, gratulierte mit einer Ehrenurkunde des Landessportbundes Hessen, und Gauwanderwart Horst Faller vom Turngau Fulda-Werra-Rhön mit einem Geldgeschenk. Die Vereinschronik „50 Jahre Fußball-Club Gilfershausen“ stellte Vorsitzender Horst Groß in einer Kurzfassung vor. Daraus eine Episode: „Eine Mordsgaudi hatten die Gilfershäuser immer bei ihren Spielen in Braunhausen mit Umkleiden in der Kaue der ehemaligen Schwerspatgrube Franziska und Hochziehen der Sachen an die Decke.“

Viel gebaut habe der Verein in den 50 Jahren seines Bestehens. Dazu gehörten 300 Meter Drainage, die 2001 im Sportplatz verlegt wurden. Viel gebracht hat’s nicht, wie Groß feststellte: „Bei Starkregen gibt es keinen Fußball, dann können wir nur noch baden.“

Bei den Ehrungen stellte Groß die Leistungen von zwei Männern der ersten Stunde besonders heraus: Martin Eckhardt und Heinz Hartig. Der ehemalige Bürgermeister von Gilfershausen und der langjährige Mitarbeiter im Vorstand erhielten für ihren Einsatz die höchste Vereinsehrung: die goldene Ehrennadel mit Kranz. Der Kommers war eingebettet in eine Sportwoche mit Fußball- und Brennballturnieren und Meisterschaften. (zvk)

Quelle: HNA

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