Kritische Begleitung geplant – Umbau liegt im Zeitplan

Vitalisklinik: Fehling neuer Aufsichtsratschef

Bad Hersfeld. Die Vitalisklinik am Kurpark in Bad Hersfeld feiert heute ihr 40-jähriges Bestehen. Obwohl die Rehaklinik bundesweit zu den führenden Einrichtungen zur Betreuung von Menschen mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes gehört, musste das Haus in der Vergangenheit wiederholt mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfen.

Dennoch besteht heute Grund zum Feiern. Im vergangenen Jahr konnte die Klinik 50 000 Übernachtungen zählen, eine Steigerung der Belegung um rund zehn Prozent. Auch der Umbau des Hauses liegt „voll im Zeitplan“ und wird im Frühjahr 2014 abgeschlossen sein, sagte Geschäftsführer Hans-Wilhelm Saal unserer Zeitung. Bis dahin wird die Stadt rund zehn Millionen Euro in die Modernisierung und den Brandschutz der Klinik investiert haben.

Seit Kurzem ist Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling Aufsichtsratsvorsitzender der Vitalisklinik, die seit Ende 2012 als GmbH aus den Wirtschaftsbetrieben der Stadt ausgegründet ist. Fehling, der seinerzeit ein Gegner der Übernahme durch die Stadt war, sagt: „Ich stelle mich meiner Verantwortung als Bürgermeister.“ Er kündigte an, die Vitalisklinik kritisch begleiten zu wollen. Über die Zukunft des Hauses oder gar einen möglichen Verkauf wollte er sich noch nicht äußern, sondern sich zunächst einen „fundierten Überblick“ verschaffen. Er machte allerdings deutlich, dass sich Bad Hersfeld mit der Klinik als „Teil des Stadtkonzerns“ nicht dauerhaft Verluste leisten könne.

„Diese Botschaft ist angekommen“, versprach der neue Chefarzt Dr. Klaus Warm, der bereits früher die Klinik geleitet hatte. Er versicherte, dass man daran arbeite, die Wirtschaftlichkeit des Hauses weiter zu verbessern. Trotzdem hält es Warm nach wie vor für richtig, dass die Vitalisklinik seinerzeit nicht wie ursprünglich geplant verkauft und ans Rotenburger HKZ verlagert wurde. hintergrund, Seite 2, zum Tage

Von Kai A. Struthoff

Quelle: HNA

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