Vier sagen ja zur Tourismus-AG „Mittleres Fuldatal“

Die Region hat touristisch viel zu bieten: Das Foto zeigt den Breitenbacher See, der von vielen Wohnmobilisten angefahren wird, und wo Erholungssuchende, Schwimmer und Segler sich wohl fühlen. Foto: ank

Alheim / Ronshausen / Bebra / Rotenburg. Es geht weiter mir dem Tourismus-Marketing im Mittleren Fuldatal.

Die Städte Rotenburg und Bebra sowie die Gemeinden Alheim und Ronshausen haben sich für fünf weitere Jahre verpflichtet, die Tourismus-Arbeitgemeinschaft „Erlebnisregion Mittleres Fuldatal" fortzuführen. Die Parlamente der vier Kommunen haben in dieser Woche Beschlüsse gefasst. Gegenstimmen gab es nur eine in Bebra.

Im Sommer hatten sich die sieben Mitgliedskommunen aus dem Schwalm-Eder-Kreis aus der Erlebnisregion zurückgezogen. Sie wollten eine eigene Tourismus-AG (TAG) „Melsunger Land“ gründen. Dazu ist es bislangnoch nicht gekommen, sagte Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke (SPD).

Daher sei derzeit noch vieles offen. Möglich sei sogar eine Rückkehr von einzelnen Gemeinden, die ausgetreten sind. In der Zwischenzeit will sich die Erlebnisregion Mittleres Fuldatal neu organisieren. „Wir wollen mit dem kleineren Verein die gleiche Schlagkraft behalten wie mit der großen Erlebnisregion“, sagte Lüdtke. Dabei werden auch Gespräche mit Cornberg und Ludwigsau geführt, die derzeit noch keiner TAG angehören.

Die Vertiefung der Kooperation zwischen den Städten und Gemeinden könnte sich finanziell lohnen: Vom Kompetenzzentrum für Interkommunale Zusammenarbeit wurden bis zu 100 000 Euro in Aussicht gestellt. Die Förderung muss aber noch vom Land Hessen bewilligt werden.

Förderung vom Land

Während die Rotenburger Stadtverordneten den Beschluss vor der Abstimmung überhaupt nicht diskutiert haben, gab es in Alheim skeptische Stimmen seitens der CDU, die greifbare Ergebnisse aus dem Tourismus-Marketing einforderte. Da aber der Alheimer Jahresbeitrag zur Erlebnisregion nur etwa 3300 Euro beträgt, stimmten die Christdemokraten geschlossen zu.

In Ronshausen sei bereits im Ausschuss ausgiebig diskutiert worden, ob es Sinn mache, das touristsiche Engagement weiterzuführen. Darauf wies Reinhard Brandau von der WGR hin. Er sprach sich, ebenso wie Ronshausens Bürgermeister Markus Becker, für die Erlebnisregion aus: „Unsere Gemeinde hat Reize, und dafür brauchen wir diese Vermarktungsmöglichkeit.“ Das kostet die Ronshäuser 3000 Euro im Jahr. In Bebra warb Lothar Knoth (SPD) vehement für die weitere Beteiligung der Stadt, die 6000 Euro jährlich zahlt. Eine einzelne Kommune könne die Vorzüge der Region nicht darstellen, eine preisgünstigere Vermarktung gebe es nicht. Auf Initiative des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Strippel war zusätzlich noch beschlossen worden, dass die Interessen Bebras im TAG-Vorstand angemessen berücksichtigt und einmal jährlich über die Tätigkeit berichtet werden solle.

Bernd Holzhauer (SPD) stimmte dagegen. Er schlug vor, zu kündigen und abzuwarten. Die Zusammenarbeit Bebra, Rotenburg, Alheim (Zubra) könne mit der TAG nicht gerettet werden, Bebra sei hier wie bei der Zubra nur ein Randprodukt. (mcj/ank/pgo)

Quelle: HNA

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