Anbau an die Kindertagesstätte Lispenhausen ist Baustelle, Anmeldungen liegen vor

Viele wollen in die Krippe

+
Leben mit der Baustelle: Die Jungen und Mädchen haben sich an den Bauzaun gewöhnt, im Winter brauchen sie draußen auch weniger Platz.

Lispenhausen. Die Baustelle an der Kindertagesstätte in   Lispenhausen ruht – wie fast alle Baustellen im Februar. Doch Architekt Volker Dietz ist sicher, dass der Anbau für die neue Kinderkrippe pünktlich im Sommer fertig sein wird.

650.000 Euro werden investiert, um 20 neue Krippenplätze zu schaffen. 300 000 Euro zahlt das Land. Sechs weitere Erzieherinnen sollen hier ihren Arbeitsplatz finden.

Die neuen Krippenplätze sind ein weiterer Schritt, um den Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder unter drei Jahren zu erfüllen, erklärte Bürgermeister Christian Grunwald bei einem Baustellentermin.

Die Lispenhäuser Einrichtung steht noch im Rohbau, doch „Die Krippe ist schon jetzt fast voll“, weiß Margot Kanngießer, die die Kindertagesstätte leitet und Anmeldezahlen kennt. Sie ist sicher, dass der Bedarf weiter steigen wird: „Es ist allgemeiner Trend, dass die Mütter spätestens nach einem Jahr Kinderpause wieder zurück in den Beruf gehen.“ In den Rotenburger Krippen werden die Kinder von 6.30 bis 17.30 Uhr betreut, was Grunwald als extrem elternfreundlich einschätzt.

Die Stimmung rund um die Baustelle ist entspannt. „Die Zusammenarbeit zwischen Architekten, Stadt, Elternbeirat und den künftigen Nutzern ist super gelaufen“, freut sich Margot Kanngießer.

Inzwischen gibt es auch eine Lösung für das Freiflächenproblem. Der Anbau hat die Spielfläche für die Kinder erheblich reduziert. Jetzt, im Winter stört das nur wenig. Aber: „Spätestens im Frühjahr brauchen wir mehr Platz zum Toben für die Kinder“, weiß die Kindergartenleiterin. „Dann wollen die rennen.“

Auf dem gegenüberliegenden Gelände des neuen Dorfmittelpunktes, in der Nähe des Spielplatzes, soll ein neuer Spielplatz mit Umzäunung eingerichtet werden.

Architekt Volker Dietz und Roland Schwarz vom Stadtbauamt sind froh, dass nur Betriebe aus der Region mit dem Bau befasst sind, die Investition also heimischen Betrieben zugute kommt.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

Kommentare