Genauer Tatzeitpunkt ist unbekannt

Viele Fragen zur Tötung der 67-Jährigen aus Bebra unbeantwortet

Bebra. Bislang haben sich Polizei und Staatsanwaltschaft mit Angaben zur Gewalttat von Bebra zurückgehalten. Dabei sind zahlreiche Fragen zum Tod der 67-jährigen Frau aus Bebra noch offen. Die Spurensicherung war die ganze Nacht zum Samstag vor Ort.

Erst auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte Polizeisprecher Manfred Knoch am Samstagmittag, dass es überhaupt ein Gewaltverbrechen in Bebra gegeben hatte. Bekannt ist bislang lediglich, dass die Frau tot im Bett gefunden wurde. 

Ihr 69 Jahre alter Ehemann soll sie erschossen haben und sitzt in Kassel in Untersuchungshaft. Die Tatwaffe, ein Jagdgewehr, wurde laut Knoch am Tatort sichergestellt. Nach Informationen unserer Zeitung wurde der Frau damit in den Kopf geschossen, während sie in ihrem Bett schlief. 

Der Ehemann ist selbst Jäger, hat eine Waffenbesitzkarte und Schusswaffen in seinem Wohnhaus. Davon abgesehen sind noch viele Fragen offen – vor allem, wie es zu der Bluttat kommen konnte. Nachbarn erklärten, keinen Streit oder gar einen Schuss bemerkt zu haben. Nicht bekannt ist auch, wann sich die genau Tat ereignet hat. Es gibt Hinweise, dass die Frau nicht erst am Freitagabend getötet wurde. Dazu wollte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen bislang noch keine Angaben machen. 

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Über den genauen Todeszeitpunkt dürfte die Obduktion in der Gießener Gerichtsmedizin Aufschluss geben. Womöglich wird die Staatsanwaltschaft am Montag zu den Details der Tat Stellung nehmen. Das grausame Gewaltverbrechen hat sich in einer ruhigen Wohngegend von Bebra ereignet. In einem Bungalow an der Straße An der Kisselsburg hat die Polizei am Freitagabend gegen 22.30 Uhr die Leiche der 67-jährigen Frau entdeckt. Sie wurde offenbar im Schlaf erschossen. 

Ihr Ehemann sitzt inzwischen wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Beamten haben den 69-jährigen Steuerberater noch in der Wohnung festgenommen. Am Samstagnachmittag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Vor dem Amtsgericht in Bad Hersfeld warteten auch Familienmitglieder. Nach Angaben seines Verteidigers, des Bad Hersfelder Rechtsanwalts Jochen Kreissl, machte der Verdächtige keine Angaben. Er wurde im Anschluss in die Kasseler Vollzugsanstalt Wehlheiden gebracht. 

Bilder vom Tatort

Bilder vom Tatort: Frau in Bebra getötet

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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