Tipps und Tricks: Der Drachenclub Waldhessen erklärt das Drachenfliegen

Mit viel Wind in die Luft

Salamander und Delfin in der Luft: Viele Drachen sehen aus wie überdimensionale Tiere, die mithilfe der Drachenlenker am Himmel schweben. Foto: Archiv/Schaake

Iba. Fliegt nicht, gibt’s nicht. So heißt ein Spruch unter Drachenfliegern. Auf dem 17. Drachenfest, das heute ab 11 Uhr auf dem neuen Gelände an der Sandkaute startet, können große und kleine Drachen wieder in die Luft gehen.

Karl-Ulrich Körtel vom Drachenclub Waldhessen gibt Tipps, was man beim Drachensteigen alles beachten sollte.

? Was sollte man genau beachten, bevor es losgeht?

!Vor dem Start sollte jeder schauen, ob der Drachen keine Schäden hat und dass die Drachenleine nicht länger als 100 Meter ist. Es sollte auch keine Angelschnur verwendet werden, sonst kann es Schnittverletzungen geben, sagt Karl-Ulrich Körtel.

? Wo sollte man keinen Drachen steigen lassen?

! In Natur- und Vogelschutzgebieten ist das Drachenfliegen grundsätzlich verboten. Der Abstand zu Stromleitungen und Bahnlinien muss mindestens 600 Meter betragen, zu Flugplätzen sechs Kilometer. Bei Gewitter sollte man nie seinen Drachen steigen lassen. Im Windschatten von Bäumen gibt es Verwirbelungen, die das Drachenfliegen schwierig oder unmöglich machen.

? Welcher Drachen eignet sich für Einsteiger?

!Für Einsteiger und kleine Kinder ist ein einfacher Einleinerdrachen empfehlenswert. Er kann ohne großen Kraftaufwand geflogen werden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Drachen selbst gebaut oder gekauft ist. Der Lenkdrachen ist für Fortgeschrittene. Er fordert mehr Kraft und Geschicklichkeit.

? Wie viel Wind ist zum Drachensteigen nötig?

!Zum Drachenfliegen braucht man grundsätzlich Wind. Je schwerer der Drachen ist, umso mehr Wind braucht er zum Fliegen, sagt Karl-Ulrich Körtel. Gestartet und geflogen wird immer gegen den Wind. Nur so kann der Drachen mithilfe der Leine nach oben in die Luft aufsteigen.

? Braucht man beim Drachenfliegen Hilfe?

!Auf alle Fälle hat man immer einen Starthelfer zur Hand. Denn am besten kann man einen Drachen starten, in dem 20 bis 30 Zentimeter Schnur abgerollt werden, der Starthelfer den Drachen gegen den Wind hält, und der Pilot ihn nach oben zieht. Bei passendem Wind geht das auch ganz ohne Rennen. (kie)

Quelle: HNA

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