Viel Platz zum Toben

"Kleine Strandpiraten": Neue Kinderkrippe hat Betrieb aufgenommen

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Kuscheln und spielen: Das funktioniert gut in der neuen Krippe an der Egerländer Straße. Das Bild zeigt rechts Leiterin Edith Müller, in der Mitte Erzieherin Miriam Mundinger-Stiel und links ihre Kollegin Sabrina Neuber mit Kindern.

Rotenburg. Zwölf Kinder tummeln sich seit zwei Wochen in der neuen Krippe an der Egerländer Straße in Rotenburg, die sich den Namen „Kleine Strandpiraten“ gegeben hat. Eine knappe Million Euro hat die Stadt in den Bau der Einrichtung investiert, die Platz für 36 Kinder unter drei Jahren bietet.

Die Hälfte der Kosten trägt der Bund. Edith Müller aus Waldkappel leitet die von der Awo betriebene Krippe. Die 53-jährige hat bislang in einer Kindertagesstätte in Helsa-Eschenstruth gearbeitet. In Rotenburg fühlt sie sich schon jetzt „angekommen“. Begeistert ist sie von der Großzügigkeit der von Architekt Volker Dietz konzipierten Krippe. Lichtdurchflutet und auf vielfältige Weise nutzbar sind Räume und Flur. „Das passt voll in unser Konzept“, sagt Müller. Denn Bewegung zu fördern, sei eine wesentlicher Baustein der pädagogischen Arbeit - ebenso wie Naturerlebnisse und das Thema gesunde Ernährung.

Den Kindern stehen zwei Gruppenräume, Schlafräume, weitere Bedarfsräume und der großzügige Spielflur zu Verfügung. Der kann sogar noch mit einem großen Mehrzweckraum erweitert werden. Viel Platz zum Toben also. Die gesamte Krippe ist barrierefrei so angelegt - und das begeistert besonders den stellvertretenden Awo-Geschäftsführer Herbert Leidenfrost -, dass man die Räumlichkeiten problemlos auch für ältere Menschen nutzen kann. Begegnungen mit Senioren seien so unkompliziert möglich. Man könnte sogar später einmal einen gemeinsamen Mittagstisch mit Senioren anbieten.

Kinderkrippe "Kleine Strandpiraten" nimmt Betrieb auf

Kleine Strandpiraten: Kinderkrippe Egerländer Straße in Rotenburg

Kontakt: 

Krippenleiterin Edith Müller, Telefon 0176/95 80 42 36. Der Festnetzanschluss der neuen Krippe ist noch nicht freigegeben. Die Nummer steht allerdings fest: 06623/91 32 880.

Doch das ist noch Zukunftsmusik. Zunächst stehen die ganz Kleinen im Mittelpunkt. Edith Müller und ihre Kolleginnen gehen davon aus, dass bis zum nächten Sommer das etwa 25 „kleine Strandpiraten“ das neue Gebäude bevölkern werden. Mund-zu-Mund-Propaganda werde dafür sorgen, dass die Einrichtung wächst, ist Edith Müller sicher. Sie beschreibt die Krippe als offenes Haus, das sich Interessierte gern ansehen könnten - allerdings mit Plastikfüßlingen. Straßenschuhe sind dort, wo Kinder krabbeln, nicht erwünscht.

Das galt auch für die ersten Besucher: Bürgermeister Christian Grunwald, Herbert Leidenfrost und Angelika Hantscher von der Awo besuchten mit Roland Schwarz vom Stadtbauamt die neue Einrichtung, die erst im Frühjahr so ganz offiziell eingeweiht werden soll. Alle betonten die gute Zusammenarbeit während der Bauphase.

Petra Rang, Leiterin der benachbarten städtischen Kindertagesstätte an der Egerländer Straße, schaut ohnehin öfter vorbei. Ihre „Dreikäsehochs“ werden später viele „Strandpiraten“ aufnehmen.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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