Viel zu lachen beim Neujahrsempfang in Bebra

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Die Breitenbacher Fraktion: Matthias Kaiser – der allerdings ist aus Bebra – Melanie Schaar, José Maireles Fuentes, Anke Degenhardt, Gunter Degenhardt, Heiko Schaar und Kristin Anacker (von links).

Bebra. Zeit zum Plaudern, zum Austausch in lockerer Atmosphäre: Über 300 Gäste des Bebraer Neujahrsempfangs wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und waren am Montagabend trotz massenhaft Schnee auf den Straßen in die neue Aula des Beruflichen Gymnasiums gekommen.

Bei deftigen Happen, süßen Schnittchen und Getränken war nach dem einstündigen offiziellen Teil genug Zeit für all die Bürger und Politiker, Geschäfts- und Feuerwehrleute, städtischen Mitarbeiter und allen anderen, in angenehmer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Der Neujahrsempfang diente in diesem Jahr auch dazu, gut verdaulich in Ironie verpackt, aber dennoch deutliche Worte für dies und das zu finden.

So glänzte Bürgermeister Horst Groß in seiner Rede mit hintergründigem Humor. Nachdem er auf das Jahr 2012 zurückgeblickt hatte, verwies er einige in die Schranken:

Erst an der Gitarre, dann am Klavier: Felix Kohlhoff und seine Schwester Emma sorgten für musikalische Glanzpunkte.

• Die Bürger mit gesteigertem Anspruchsdenken: „In einer Stadtverwaltung arbeiten Menschen und nicht himmlische Mächte.“

• Die Parlamentarier, die mit einer Vielzahl von Prüfanträgen die endlichen energetischen Reserven des Rathauses strapazieren: „Ich weiß ja, alle Bediensteten im Rathaus bekommen zu viel Geld und sehnen sich danach, durch intensive Beschäftigung therapiert zu werden.“

• Die Landesregierung, die die doppelte Haushaltsführung vorschreibt, „die wunderbare, großartige, alles auf den Kopf stellende, für die ultimative Klarheit sorgende Doppik“, die eines nicht gebracht habe, „nämlich mehr Geld“.

Groß betonte den Schwerpunkt der Stadt als familienfreundliche Kommune, „da sehen auch mal einige Jahre einige Straßen fast so aus wie in der DDR vor der Wende“. Die Sanierung des Lokschuppens nannte Groß in einem Atemzug mit den Wolkenkuckucksheimen.

Fotos: Neujahrsempfang in Bebra

Neujahrsempfang in Bebra

Die Stadtsanierung II werde der Innenstadt in diesem Jahr ein komplett neues Gesicht geben, versprach Parlamentsvorsteher Herbert Börner. Endlich sei es auch soweit, dass Bebra einen schönen, barrierefreien Bahnhof bekomme. Börner war es ein Anliegen klarzustellen, dass Kommunalpolitiker keine Deppen und Politik in Bebra durchaus kein schmutziges Geschäft sei, wie oft von Politik behauptet werde. Politik sei ein mühsames Geschäft, aber nicht schmutzig. (ank)

Quelle: HNA

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